Aus beim „Vorwärts“

Überraschend warf „Vorwärts“-Chefredakteur Uwe Knüpfer seinen Hut bei der Nominierung des SPD-Bundestagskandidaten in Herne in den Ring. Dieser Schritt stehe nicht in Zusammenhang mit dem Wechsel beim Vorwärts, heißt es.
Überraschend warf „Vorwärts“-Chefredakteur Uwe Knüpfer seinen Hut bei der Nominierung des SPD-Bundestagskandidaten in Herne in den Ring. Dieser Schritt stehe nicht in Zusammenhang mit dem Wechsel beim Vorwärts, heißt es.
Foto: WAZ FotoPool
Im September ist „Vorwärts-Chefredakteur“ Uwe Knüpfer bei der SPD-Bundestagskandidatur in Herne klar gescheitert, nun steht der 57-Jährige bei der Parteizeitung vor dem Aus.

Herne..  Erst scheiterte Uwe Knüpfer grandios bei der Aufstellung des Herner SPD-Bundestagskandidaten, nun ist der 57-Jährige auch noch die Chefredaktion bei der SPD-Zeitung „Vorwärts“ los. Die SPD bestätigte am Montag auf Anfrage entsprechende Pressemeldungen. Uwe Knüpfer war am Montag nicht zu erreichen.

Knüpfer werde Ende 2012 vom „Vorwärts“ zum Parteivorstand wechseln, so eine SPD-Sprecherin zur WAZ. Dort werde er sich unter anderem um das Projekt „150 Jahre SPD“ kümmern. Ob in fester Anstellung oder freiberuflich, dazu wollte sie keine Auskunft geben. „Die neue Aufgabenverteilung erfolgte einvernehmlich“, heißt es.

Die überraschende (und für viele SPD-Mitglieder in Herne wegen des späten Zeitpunkts als Schlag ins Gesicht empfundene) Bundestagskandidatur des Herners und Ex-WAZ-Chefredakteurs spielte nach SPD-Angaben keine Rolle bei dieser Personalie. Der Wechsel habe zum Zeitpunkt des Nominierungsverfahrens in Herne nicht festgestanden, so die Sprecherin. „Es handelte sich um eine kurzfristige Entscheidung aufgrund von Engpässen beim Projekt ,150 Jahre SPD’“, verlautet es aus dem Willy-Brandt-Haus.

Die Nachfolge von Uwe Knüpfer in der „Vorwärts“-Chefredaktion sei noch nicht geregelt. „Hier besteht auch kein Zeitdruck“, erklärt die Sprecherin. Die Dezember-Ausgabe laufe noch unter Knüpfers Chefredaktion. Anfang 2013 werde es dann noch eine Sonderausgabe „150 Jahre SPD“ geben, die Uwe Knüpfer bereits vorbereitet habe.

 
 

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