Aufzug geht mit kräftiger Verspätung in Betrieb

Foto: WAZ FotoPool
Was lange währt, wird endlich gut: Über anderthalb Jahre hat die Bahn gebraucht, um im Bahnhof Herne einen Aufzug zu den Gleisen einzubauen und in Betrieb zu nehmen. Nun läuft er – doch nicht jeder hat das mitbekommen.

Herne..  Denn: Der Aufzug zwischen den Gleisen 1 und 3 wurde bereits im Frühjahr eingebaut, wegen technischer Probleme stand die Kabine seither aber still. Auch hat die Bahn den Vollzug nicht gemeldet. Die Folge: Noch immer schleppen Reisende wie eh und je ihre Koffer die Treppen hoch zu den Gleisen – und Eltern die Kinderwagen.

Der Einbau ist eine Geschichte von Pleiten, Pech und Pannen. Im Januar 2011 sollte der Aufzug schweben, dann hieß es bei der Bahn, er nimmt im Sommer 2011 Fahrt auf. Pustekuchen: Nach den großen Ferien berief sich die Bahn auf besagte technische Probleme – und verschob die Jungfernfahrt bis auf Weiteres. Als die WAZ im Januar 2012 noch mal höflich nachfragte, wurde die Fertigstellung für den April angekündigt. Im April hieß es, es werde der Sommer. Und siehe da: Die Bahn hat Wort gehalten!

Jahrelang für den Aufzug stark gemacht hat sich Ratsherr Thomas Nückel (FDP), nun Landtagsabgeordneter in Düsseldorf. Er kritisiert, dass es rund um den Aufzug noch immer aussehe wie auf einer Baustelle. Und: Nach so vielen Jahren der „nicht erfüllten Versprechen“, kommentiert er süffisant, hätte der Aufzug „eine würdige Einweihung verdient“. Er überlege, ob er zur Fertigstellung vor Ort nicht selbst eine Flasche Sekt öffnen solle.

 
 

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