Auch Eickeler Politik lehnt Veto ab

Ansicht vom Sud- und Treberhaus in Wanne-Eickel am Mittwoch, den 17.03.2010. Foto: Ute Gabriel / WAZ FotoPool
Ansicht vom Sud- und Treberhaus in Wanne-Eickel am Mittwoch, den 17.03.2010. Foto: Ute Gabriel / WAZ FotoPool
Foto: WAZ FotoPool
Die Alternative Liste konnte sich mit einem Antrag zur Rettung der Büchereien in Eickel und Sodingen nicht durchsetzen.

Wanne-Eickel.. SPD, CDU, FDP und Grüne haben am Donnerstag in der Sitzung der Bezirksvertretung Eickel gegen den Antrag der Alternativen Liste votiert, der Rat möge seine Entscheidung revidieren, die Stadtteilbibliotheken Sodingen und Eickel zu schließen. AL-Antrag-Steller Rudolf Haschek hatte am Ende der Diskussion allein den Vertreter der Unabhängigen Bürger, Peter Schlender, an seiner Seite. Wie tags zuvor schon in der Bezirksvertretung Sodingen, wo der AL-Antrag ebenfalls gescheitert war, sah sich Kultur-Fachbereichsleiter Peter Weber bei diesem Tagesordnungspunkt teilweise heftiger Kritik ausgesetzt. Aus dem Auditorium heraus bezichtigte man ihn gar der Lüge, als er die durch die beiden Schließungen einzusparende Summe auf etwa 300 000 Euro bezifferte – „gering gerechnet 200 000 Euro Personalkosten und 100 000 Euro Sachkosten“, so Weber.

SPD-Politiker Heinz Gers hatte gefragt, wie die Stadtverwaltung gedenke, die Probleme auf dem Marktplatz in Röhlinghausen zu lösen. Die Mülleimer laufen über, und es wird verbotswidrig geparkt. Karl-Wilhelm Schulte-Halm vom Ordnungsamt räumte ein, dass Unbefugte häufig die Absperrpoller entfernten und den Platz zum Parken nutzten. „Allerdings sind wir, um beispielsweise der Feuerwehr den Bereich zugänglich zu halten, gezwungen, mobile Poller zu verwenden.“ Er sicherte verstärkte Kontrollen durch den kommunalen Ordnungsdienst zu. Gegen die von Gers beklagte Vermüllung soll die Verkürzung der Intervalle bei der Eimerleerung dienen – demnächst dienstags und freitags .

Keinen Erfolg hatte der Vorstoß von Andreas Barzik (CDU), zumindest während der Zeit der aktuellen Baustelle in Eickel das Linksabbiegen von der Richard-Wagner-Straße in Richtung Johanneskirche zu erlauben. SPD und Grüne folgten der gegenteiligen Verwaltungsempfehlung.

Nach dem vergleichsweise milden Winter halten sich die Schäden auf Eickels Straßen in Grenzen. Das versicherte der Tiefbau und Verkehr-Chef Josef Becker. Burg-, Dahlhauser -, Wakefield-, Dorneburger- und Edmund-Weber-Straße/Ecke Magdeburger Straße seien bereits saniert. In zwei Monaten soll auch die Königstraße fertig sein.

 
 

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