Asphaltierung der Erzbahntrasse in Herne erst ab Herbst 2016

Der RVR hat die Asphaltierung der Erzbahntrasse auf Herner Gebiet verschoben. Neuer Termin: Herbst 2016.
Der RVR hat die Asphaltierung der Erzbahntrasse auf Herner Gebiet verschoben. Neuer Termin: Herbst 2016.
Foto: Ralph Bodemer / FUNKE Foto Services
Im Frühjahr 2015 wollte der RVR die Erzbahntrasse in Herne asphaltieren. Aus finanziellen Gründen wurde die Maßnahme auf 2016 verschoben.

Die Pläne des Regionalverbandes Ruhr (RVR) zur Asphaltierung der Erzbahntrasse in Herne für Radfahrer stießen Ende 2014 auf Kritik von Umweltschützern und Fußgängern (wir berichteten). Die Verschiebung der ursprünglich fürs Frühjahr 2015 geplanten Maßnahme ins nächste Jahr hat allerdings einen anderen Hintergrund: die Finanzierung.

Rund 500 000 Euro veranschlagt der RVR für die Asphaltierung des insgesamt vier Kilometer langen Teilabschnitts. „Rund drei Kilometer liegen davon auf Herner Gebiet“, so RVR-Sprecher Jens Hapke auf Anfrage. Im Falle einer Umsetzung der Pläne in diesem Jahr wäre die Maßnahme „nur“ zu 50 Prozent förderfähig gewesen. Bei einer Asphaltierung im kommenden Jahr winke jedoch aus einem anderen Topf eine Förderquote von 80 Prozent.

Die Mittel sollen nun aus dem neuen regionalen Wirtschaftsförderungsprogramm des Landes kommen, mit dem auch Radinfrastrukturmaßnahmen unterstützt werden. „Der Förderantrag für die Erzbahntrasse ist gestellt. Wir warten auf die Bewilligung, die Anfang 2016 vorliegen sollte“, so Jens Hapke. Wenn es - wie erwartet - grünes Licht gebe, wolle der RVR „nach der Hauptsaison“ im Herbst 2016 anfangen zu asphaltieren. Dauer: rund sechs Wochen.

„Durch die Asphaltierung soll eine Steigerung des Fahrkomforts zu jeder Jahreszeit erzielt werden“, so der RVR-Sprecher. Eine Staubentwicklung im Sommer sowie die Aufweichung des Bodens im Herbst/Winter soll verhindert werden.

Der Herner Landschaftsbeirat hatte die Maßnahme aus ökologischen Gründen abgelehnt, wurde jedoch vom Umweltausschuss „überstimmt“. Auch Bürger hatten Bedenken: Sie befürchteten, dass Radfahrer nach der Asphaltierung „noch mehr rasen“ als bisher schon.

 
 

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