Arbeiterwohlfahrt ruft gegen Rassismus auf

Kerstin Ertner, links, schreibt in Herne ein Statement gegen Rassismus auf ein Plakat. AWO-Mitarbeiterin Lara Stute schaut zu.
Kerstin Ertner, links, schreibt in Herne ein Statement gegen Rassismus auf ein Plakat. AWO-Mitarbeiterin Lara Stute schaut zu.
Foto: FUNKE Foto Services

Herne.  „... weil alle Menschen gleich sind.“ Diese Antwort hatten die Mitarbeiter der Arbeiterwohlfahrt am häufigsten auf ihren Plakaten stehen. Auf diesen sollten Passanten in der Herner Bahnhofstraße notieren, warum sie gegen Rassismus sind. Bundesweit startete die Awo die Aktion anlässlich des gestrigen Internationalen Tags gegen Rassismus. Nicht alle Passanten reagierten positiv.

Bashkim Osmanaj und seine Kollegen haben fleißig Fähnchen, Rosen und Prospekte verteilt. An der Kreuzkirche sprachen sie Passanten an, ob sie ihre Meinung zum Thema Rassismus auf ein Plakat schreiben würden. Viele machten es, ohne zu zögern. Andere lehnten ab oder ignorierten die Anfrage komplett. „Ich denke, dass viele eher keine Lust hatten, etwas zu schreiben. Oder einfach unsicher waren“, sagte Osmanaj. Seine Kollegin Irina Breber stimmte dem zu. Sie glaubte ebenfalls nicht, dass die Ablehnung rassistische Hintergründe hatte. Vor allem weil viele Passanten einen Migrationshintergrund hatten und die Arbeit der Awo kennen würden.

15 Kinder helfen bei der Aktion

Als Unterstützung und gutes Beispiel für Unvoreingenommenheit waren 15 Kinder der Awo-Kita Breddestraße dabei. Ungezwungen stürmten sie auf die Leute zu, drückten ihnen Fähnchen in die Hand. „Kinder sind einfach ein tolles Beispiel. Sie scheren sich nicht darum, ob jemand deutsch oder türkisch ist, oder sonst eine Nationalität hat. Das macht sie zu perfekten Botschaftern für unsere Mission“, sagte Breber.

Die Plakate konnten schon länger beschriftet werden in der Begegnungsstätte Awo Ruhr-Mitte. Einige der Poster wurden nach Bochum zur Awo geschickt, da die Einrichtungen zusammenarbeiten. Dort wurden sie für den Internationalen Tag gegen Rassismus ans Awo-Zentrum gehangen. „Wir wollen so ein Zeichen setzen. Durch die Flüchtlingskrise kamen positive wie negative Eigenschaften der Bürger zum Vorschein“, so Breber. Und den negativen wolle man entgegenwirken.