Am 31. Mai ist Stichtag für die Abgabe der Steuererklärung

Bei der Einkommenssteuererklärung gibt es einige Details zu beachten.
Bei der Einkommenssteuererklärung gibt es einige Details zu beachten.
Foto: ddp
Der 31. Mai ist Stichtag für die Abgabe der Steuererklärung beim Finanzamt. Jedoch ist nicht jeder Arbeitgeber verpflichtet, eine einzureichen.

Herne..  Die Steuererklärung gilt oft als lästige Pflicht. Doch der aufwendige Papierkram lohnt sich in vielen Fällen, wenn Arbeitnehmer vom Finanzamt Geld zurückbekommen. Die Steuererklärung wird immer im Nachhinein für ein Kalenderjahr erstellt. Am 31. Mai ist Stichtag, dann muss beim Finanzamt die Steuererklärung für das Jahr 2014 abgegeben werden. Da der Tag auf einen Sonntag fällt, verlängert sich die Frist auf Montag, 1. Juni. Wer später abgibt, muss mit einem Verspätungszuschlag rechnen. Dieser kann bis zu zehn Prozent der fälligen Einkommenssteuer betragen. Auf Antrag beim Finanzamt kann die Abgabefrist jedoch verlängert werden. Allerdings ist nicht jeder Arbeitnehmer zur Steuererklärung verpflichtet. Es wird zwischen der sogenannten Antrags- und Pflichtveranlagungen unterschieden.

Pflichtveranlagungen

„Arbeitnehmer sind nur in bestimmten Fällen zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet“, sagt Anja Niemann vom Finanzamt Herne. Dies sei etwa dann der Fall, wenn neben dem Arbeitslohn Einkünfte von mehr als 410 Euro bezogen wurden. Auch wer Lohnersatzleistungen über 410 Euro erhalten hat, muss eine Steuererklärung beim Finanzamt einreichen. Zu Lohnersatzleistungen gehören Eltern- oder Kindergeld, aber auch Arbeitslosen- und Krankengeld. Wer Lohn von mehreren Arbeitgebern bezogen hat, ist ebenso zu einer Steuererklärung verpflichtet, wie Ehepartner die vom Ehegatten-Splitting profitieren.

Personen, die keinen Arbeitslohn bezogen haben, werden mit ihren steuerpflichtigen Einkünften zur Einkommensteuer veranlagt und haben deshalb ebenfalls eine Einkommensteuererklärung abzugeben. „Hierzu zählen beispielsweise Einkünfte aus selbstständiger Tätigkeit und Vermietung“, weiß Niemann.

Antragsveranlagung

Die Abgabe einer Steuererklärung kann auch freiwillig geschehen. Dann gilt eine längere Frist, die Anträge können bis zu vier Jahre später abgegeben werden. Das heißt, dass bis zum 31. Mai noch Steuererklärungen aus den Jahren 2011 bis 2014 gemacht werden können. Die freiwillige Steuererklärung lohnt sich meist dann, wenn etwa hohe Werbungskosten entstanden sind. Dazu gehören Ausgaben für den Weg zwischen Wohnung und Arbeitsstätte. Auch ein beruflich bedingter Umzug kann bei der Steuererklärung unter dem Punkt „Werbungskosten“ angegeben werden. Nicht nur Ausgaben für den Job lassen sich absetzen sondern auch die Kirchensteuer, Spenden oder Kosten für die erste Ausbildung sind steuerlich absetzbar.

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