Alte Busse sind nach Feuer schrottreif

Ausgebrannte Gelenkbusse auf dem Steag Gelände an der Rottstraße.
Ausgebrannte Gelenkbusse auf dem Steag Gelände an der Rottstraße.
Foto: Ralph Bodemer / FUNKE Foto Services
Zwei Busse sind am Rhein-Herne-Kanal ausgebrannt. Ein Verein hatte die historischen Gelenkfahrzeuge auf einem Teil des Steag-Geländes deponiert.

Herne..  Bis zum Montagabend waren sie nur alt, jetzt sind sie auch noch Schrott dazu: Zwei Busse, die lichterloh brannten, sind reif für die Presse. Warum die Fahrzeuge auf einem Gelände am Rhein-Herne-Kanal Feuer fingen, ist unklar. Die Polizei ermittelt jedenfalls wegen Brandstiftung. Aber auch Fahrlässigkeit komme in Frage, sagte Polizeisprecher Volker Schütte. Jemand könne in einem der Busse geraucht und dann die Kippe achtlos weggeworfen haben. Das Feuer sei von einem auf den anderen Wagen übergesprungen.

Ermittlungen wegen Brandstiftung

Das Feuer brach auf einem Areal im Schatten der Steag-Kühltürme aus. „Das Grundstück gehört zwar uns, wir haben es aber verpachtet“, teilte Steag-Sprecher Jürgen Fröhlich auf Anfrage mit. Die Busse gehören der Arbeitsgemeinschaft Nahverkehr Dortmund (AND), die historische Busse pflegt. Zu denen gehören auch die beiden ausgebrannten Gelenkbusse, die an einem ehemaligen Reitstall geparkt sind. „Beide Busse sind rund 30 Jahre alt“, sagte der Vorsitzender Frank Dobner im Gespräch mit der WAZ. Der 42-Jährige ist selbst Busfahrer, von ganzem Herzen, wie es scheint. Bei den Fahrzeugen handelt es sich um einen Mercedes-Bus und einen „Vetter“. Sie dienten dem Verein als Ersatzteilespender. Für Dobner ist die Ursache des Brandes ein Rätsel. „Es war kein Diesel mehr in den Tanks, und die Batterien waren ausgebaut, es konnte sich also nichts entzünden.

Busse sind nicht versichert

Die AND wurde 1995 gegründet und wird seit 2004 als eingetragener Verein geführt. Sie sorgt sich um den Erhalt und die Präsentation der in ihrem Besitz befindlichen historischen Omnibusse. Die Vereinsfahrzeuge werden bei öffentlichen Veranstaltungen vorgeführt, können aber auch für private Fahrten wie etwa Hochzeiten gemietet werden.

Der Schaden an den Fahrzeugen beläuft sich laut Dobner auf mehrere Tausend Euro. Versichert ist der Verein allerdings nicht: „Das wäre auch viel zu teuer, wie sind ja allesamt Ehrenamtliche“, erläuterte der Vorsitzende.

 
 

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