Alexander Vogt ist neuer SPD-Chef in Herne

Glückwunsch: Gerd Bollmann (l.) gratuliert seinem Nachfolger Alexander Vogt. Der 33-Jährige erhielt bei der Wahl zum SPD-Parteichef im Kulturzentrum 94,3 Prozent der Stimmen. Foto: Gero Helm / WAZ FotoPool.
Glückwunsch: Gerd Bollmann (l.) gratuliert seinem Nachfolger Alexander Vogt. Der 33-Jährige erhielt bei der Wahl zum SPD-Parteichef im Kulturzentrum 94,3 Prozent der Stimmen. Foto: Gero Helm / WAZ FotoPool.
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Alexander Vogt ist neuer SPD-Chef in Herne. Auf dem Wahlparteitag der Sozialdemokraten im Kulturzentrum erhielt der 33-Jährige am Samstag 94,3 Prozent der Stimmen. Zu seinen Stellvertretern wurden Michelle Müntefering (31) und Anke Hildenbrand (49) gewählt.

Herne. Alexander Vogt löst damit Gerd Bollmann an der SPD-Spitze ab, der nach über 30 Jahren im Unterbezirksvorstand und zwölf Jahren an der SPD-Spitze nicht mehr kandidiert hatte. Vogt, ohne Gegenkandidat, erhielt 148 Ja-Stimmen, acht Delegierte sagten nein, einer enthielt sich.

Zuvor hatte Vogt in seiner Bewerbungsrede um das Vertrauen der 157 Delegierten geworben. Die SPD, beschwor er die Delegierten, könne „selbstbewusst nach außen auftreten“, Politik und Personal seien besser als von den anderen Parteien vor Ort, zudem sei die Partei in allen Schichten und allen Teilen der Stadt gut verankert. „Wir von der SPD sind diejenigen, die sich kümmern, in den einzelnen Stadtteilen und für die gesamte Stadt“, so Vogt unter dem Beifall der Besucher. Nach der Querschüssen bei der Wahl der Fraktionsspitze vor einer Woche rief er die Parteifreunde zur Geschlossenheit auf: „Lasst uns intern für die besten Konzepte offen streiten, aber nach außen gemeinsam mit einer Stimme sprechen.“

In seinen Abschiedsworten hatte Gerd Bollmann (65) zuvor bekannt, dass ihm der Abschied vom Vorstand nicht leicht falle: „Die Partei ist meine Heimat“. Auch künftig, kündigte der Bundestagsabgeordnete an, werde er sich aber einmischen. Bollmann hatte im Jahr 2000 bei seiner ersten Wahl zum Parteichef nur 77,3 Prozent eingefahren. „Ein ehrliches Ergebnis“, kommentierte er damals.

Die Wahl der beiden Stellvertreter war mit Spannung erwartet worden, gerade auch im Hinblick auf die Kür des Bundestagskandidaten im September. Michelle Müntefering und Anke Hildenbrand kämpfen bekanntlich im Wahlkreis 142 (Herne/Bochum II) um das Ticket nach Berlin. Drei Kandidaten hatten am Samstag ihren Hut in den Ring geworfen: Michelle Müntefering, bereits seit zehn Jahren SPD-Vize, Anke Hildenbrand, bislang Schatzmeisterin, sowie Kai Gera, bislang Beisitzer im Vorstand. Im ersten Wahlgang setzte sich Müntefering mit 99 Stimmen durch, Hildenbrand (72 Stimmen) und Gera (61 Stimmen) mussten in die Stichwahl. Dort setzte sich Hildenbrand mit 84 Stimmen durch, Gera erhielt 73 Stimmen.

 
 

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