Abstrakte Kunst im Herner Schollbrockhaus

Helmut Manfreda zeigt seine Kunst im Schollbrockhaus.
Helmut Manfreda zeigt seine Kunst im Schollbrockhaus.
Foto: WAZ FotoPool
Eine neue Ausstellung zeigt Werke von Helmut Manfreda, der seit den 70er Jahren malt. Seine vielseitigen Arbeiten sind nun im Schollbrockhaus zu sehen

Herne.  Einen Streifzug durch sein künstlerisches Schaffen stellt Helmut Manfreda ab Sonntag im Schollbrockhaus vor. „Bilder im Wandel der Zeit“ hat er seine Ausstellung genannt. Angefangen zu malen hat der pensionierte Brandschutzmeister in den 1970er Jahren. Bilder über den Umweltschutz, den Bau des Kulturzentrums und die ersten Hochhäuser in Herne gehören zu seinen Ausstellungsstücken. Eine Arbeit hat ihm sogar 1971 einen Preis eingebracht: Die WAZ veranstaltete damals ein Forum für Laienkünstler und Helmut Manfreda hat mit einem Relief, das den Vietnam-Krieg thematisiert, gewonnen.

In der oberen Etage des Schollbrockhauses eröffnet Helmut Manfreda seinen Bildergarten: Bilder von Blumen als arrangierte Stillleben und als große Blüten in der Natur und Blicke auf die Architektur der Umgebung. Da findet sich das Schloss Bladenhorst ebenso wie die Zeche Teutoburgia.

Die untere Etage ist den neuen Bildern vorbehalten und zeigt abstrakte Kompositionen aus geometrischen Elementen, in die collagehaft Rechtecke und Quadrate aus Stoff eingearbeitet sind. Die ausfransenden Formen bilden einen starken Kontrast zu den geometrischen Formen. Schaut man aber mal genau hin, erkennt man auch in diesen Bildern oft den gleichen Farbklang der Blumenbilder. „Meine Bilder sollen voller Harmonie sein“, sagt Helmut Manfreda selbst. Diese Harmonie findet sich auch in den „abstrakten Landschaften“, wie er die Arbeiten selber nennt. Es sind Bilder von Landschaften, die auf ganz wenige Elemente und Farben reduziert sind. Die Ausstellung lebt von der Vielfalt und dem Kontrast der Werke Helmut Manfreda. Es ist mehr als nur ein Überblick über sein künstlerisches Schaffen. „Für mich sind die neuen Bilder auch ein neuer Anfang“, sagt er selbst.