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Ab morgen stehen Busse und Bahnen still

Ab morgen stehen Busse und Bahnen still

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Foto: WAZ FotoPool

Am morgigen Mittwoch und am Donnerstag müssen sich die Bürger auch in Herne auf erhebliche Einschränkungen einstellen. Besonders betroffen sind Pendler und in doppelter Hinsicht Eltern. Denn an beiden Tagen fahren keine Busse und Bahnen, die Kinder müssen aber irgendwie zur Schule kommen. Zusätzlich schließen am Donnerstag alle städtischen Kindertagesstätten.

Die Gewerkschaft Verdi fordert in den Tarifgesprächen 100 Euro plus 3,5 Prozent mehr Gehalt und verschärft ihren Druck. Am Mittwoch und Donnerstag liegt der Schwerpunkt der Warnstreiks im Nahverkehr. Am Donnerstag streiken auch die Tarifbeschäftigten der Stadtverwaltung, der Agentur für Arbeit, des Jobcenters, der Sparkasse und der Knappschaft Bahn-See. Beim Warnstreik in der vergangenen Woche machten rund 1600 Bedienstete mit, diesmal dürften es ähnlich viele sein. Verdi jedenfalls hat schon 36 Busse bestellt, die die Herner Beschäftigten zur Groß-Kundgebung nach Dortmund bringen sollen. Wie die Straßenbahn Herne Castrop-Rauxel (HCR), die Bogestra und die Vestische bestätigen, verlässt von Betriebsbeginn am Mittwoch (gegen 3 Uhr) bis Betriebsende am frühen Freitagmorgen kein Bus und keine Bahn die Depots.

Keine Notgruppen

Eltern von Kleinkindern müssen Ersatz suchen, da die Kitas erneut keine Notgruppen einrichten werden. Gewerkschaftssekretär Norbert Arndt bittet um Verständnis: „Die Bevölkerung hätte von dieser Arbeitskampfmaßnahme verschont werden können, wenn das Arbeitgeberlager ein angemessenes Angebot auf den Tisch gelegt hätte.“