78 Ehrenamtliche vom DRK kümmern sich um die Besucher-Blessuren

Tägliche Arbeit: Bevor es losgeht, kontrollieren Thomas Jarolim (l.) und seine Mitstreiter vom DRK, ob die Ausrüstung komplett ist.
Tägliche Arbeit: Bevor es losgeht, kontrollieren Thomas Jarolim (l.) und seine Mitstreiter vom DRK, ob die Ausrüstung komplett ist.
Foto: WAZ FotoPool
Etwa 3500 Einsatzstunden leisten die Ehrenamtlichen vom DRK bei der Cranger Kirmes, die meisten nehmen dafür sogar Urlaub. Sie kümmern sich um die Blessuren der Besucher, sammeln verloren gegangene Kinder ein oder transportieren Besucher, wenn nötig, ins Krankenhaus.

Wanne-Eickel.. Als am frühen Sonntagmorgen ein Mitarbeiter der Konga-Schaukel auf der Cranger Kirmes schwer verletzt wurde (die WAZ berichtete), waren die Helfer des DRK sofort zur Stelle. Sie kümmerten sich nicht nur um den jungen Mann und dessen Kollegen, dem er eigentlich helfen wollte, sondern auch um Zuschauer, die den Unfall gesehen hatten und unter Schock standen. Zeitgleich mussten noch Verletzte einer Schlägerei bei Steinmeister versorgt werden. Auch wenn solche Situationen eher die Ausnahme sind - „Wir schaffen das“, sagt Thomas Jarolim, Leiter der DRK-Wache auf der Kirmes, mit ruhigem Selbstbewusstsein.

78 DRK-Helfer sind während der Cranger Kirmes 2014 insgesamt im Einsatz, 40 waren allein am Wochenende auf dem Platz, unterwegs als Fußstreifen, in den Wagen, am Funk in der Zentrale in der umfunktionierten Jugendkunstschule oder auch im Betreuungsbereich. 3500 Einsatzstunden fallen während der Kirmes an, hinzu kommen die zwei Wochen, die zur Einrichtung des Stützpunktes vor dem Kirmesstart benötigt werden und die zwei Wochen für den Abbau nach der Kirmes. Alles ausschließlich ehrenamtliche Arbeit, für die die meisten Helfer Urlaub nehmen oder nach ihrer bezahlten Arbeit auf den Platz hetzen. Trotzdem sind viele immer wieder dabei, Thomas Jarolim ist mit seinen 30 Jahren Kirmes-Dienst nicht alleine. Unter den Helfern sind aber auch viele junge Leute. Sie machen nicht nur mit, weil sie vom Crange-Fieber infiziert sind, sondern auch, weil sie dort in der Praxis einsetzen können, was sie sonst nur theoretisch lernen können.

Von Donnerstag- bis Sonntagabend kam das DRK auf 301 Einsätze - 170 davon Kleinstversorgungen wie Pflaster für wunde Füße oder Salbe gegen Insektenstiche. Besucher, die das DRK in der Sanitätswache nicht selbst versorgen kann, werden mit modernen Transportern ins Krankenhaus gebracht - 45 Mal war das bis Sonntagabend der Fall. Auch um ein Kind, das seine Eltern verloren hatte, kümmerten sich die Helfer; die Familie konnte schnell wieder zusammengebracht werden. Abgesehen von dem Arbeitsunfall am Sonntag eine bis jetzt ruhige Kirmes, so Jarolims Fazit.

 
 

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