3,6 Millionen Menschen strömten zur Cranger Kirmes

Der große Andrang am Samstag und das gute Wetter am Sonntag sorgten dafür, dass die Veranstalter der Cranger Kirmes  am Ende rund 3,6 Millionen Besucher auf dem Rummel zählten. Foto:Ralph Bodemer
Der große Andrang am Samstag und das gute Wetter am Sonntag sorgten dafür, dass die Veranstalter der Cranger Kirmes am Ende rund 3,6 Millionen Besucher auf dem Rummel zählten. Foto:Ralph Bodemer
  • In diesem Jahr kamen rund 300 000 Menschen weniger zur Cranger Kirmes als im Vorjahr
  • Als Gründe nennt der Veranstalter das Wetter und das Thema Sicherheit
  • 2017 könnte der Rummel wieder am Donnerstag komplett öffnen

Herne..  Das unbeständige Wetter und die Sicherheitsthematik haben die Bilanz der Cranger Kirmes nur wenig getrübt. Die Stadt rechnete bis Sonntagabend mit rund 3,6 Millionen Besuchern beim größten Volksfest in NRW. 2015 waren es 3,9 Millionen. „Wir sind dankbar und zufrieden, dass wir eine sichere Kirmes hatten, die trotz des Wetters sehr gut besucht war“, sagte Dezernent Karlheinz Friedrichs.

Werner Friedhoff, Fachbereichsleiter Öffentliche Ordnung, resümierte, dass das Sicherheitskonzept, das angesichts der Vorfälle in München, Würzburg und Ansbach angepasst worden war, funktioniert habe. Nicht nur die Stadt war mit erheblich mehr Personal auf dem Festplatz vertreten, auch die Polizei. Bis zu 170 Beamte seien präsent gewesen, teilte Frank Nows, Leiter der Polizeiinspektion Herne, mit. Unter anderem stand an jedem Zugang ein Mannschaftswagen. „Die Rückmeldungen sind sehr positiv gewesen. Viele Menschen sind auf die Kräfte zugegangen und haben sich bedankt.“ Interessant: Trotz der erhöhten Präsenz stieg die Zahl der Einsätze: von 312 im vergangenen Jahr auf 421. Nows nannte eine gestiegene Anzahl an Körperverletzungen. Den generellen Anstieg erklärte so: „Wenn mehr Polizei sichtbar ist, wird sie auch vermehrt angesprochen bei Vorfällen.“

Von rückläufigen Einsatzzahlen sprachen die Vertreter von Feuerwehr und DRK. Sie hätten rund ein Drittel unter den Werten der vergangenen Jahre gelegen.

Auch Albert Ritter, Präsident des Deutschen Schaustellerbundes, zog eine positive Bilanz, wozu der Samstag beigetragen habe. Dieser sei einer der stärksten Tage der vergangenen Jahre gewesen.

Welches Pfund Crange für Stadt und Region ist, verdeutlichte Stadtmarketing-Chef Holger Wennrich an zwei Zahlen. 27 000 Crange- Pässe seien verkauft worden, die Crange-Erlebnisse seien ausgebucht gewesen. Sie sollen im kommenden Jahr ausgebaut werden.

2017 könnte es auch eine Rückkehr zur kompletten Öffnung der Kirmes am ersten Donnerstag geben, die es 2011 und 2012 gab. Das deutete Werner Friedhoff an. Grundlage bildet der neue Freizeitlärmerlass der Landesregierung, der mehr Ausnahmen vom Schutz der Nachtruhe ermöglicht. Nun werde geprüft, wie sich der Schutz der Anwohner und die Interessen der Schausteller vereinbaren lassen, so Friedhoff.

 
 

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