18-jähriger Litauer im Schlosspark Strünkede in Herne durch Kopfschuss getötet

In Herne ist am Freitag ein junger Mann im Schlosspark Strünkede  tot aufgefunden worden. Die Polizei stellte eine Kopfschussverletzung  fest.  Das Bild zeigt das Zelt der Spurensicherung. Foto: Ute Gabriel
In Herne ist am Freitag ein junger Mann im Schlosspark Strünkede tot aufgefunden worden. Die Polizei stellte eine Kopfschussverletzung fest. Das Bild zeigt das Zelt der Spurensicherung. Foto: Ute Gabriel
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Baukau. Im Schlosspark Strünkede in Herne hat am Freitag eine junge Frau die Leiche eines 18-Jährigen mit einer Schusswunde im Kopf entdeckt. Der Tote stammt aus Litauen. Ob es sich um Mord, Selbstmord oder einen Unfall handelt, ist noch unklar.

Einen schrecklichen Fund machte am Freitag, 8. April, gegen 6.35 Uhr eine 17-jährige Hernerin, während sie mit ihrem Hund spazieren ging. Neben einer Parkbank am Fuße der Böschung zur A 42 lag der leblose Körper eines jungen Mannes mit einer Schusswunde im Kopf.

Die junge Frau verständigte sofort die Polizei. Diese wiederum rief einen Rettungswagen und einen Notarzt zum Fundort, etwa 100 Meter von der Bahnhofstraße in Höhe der Shell-Tankstelle entfernt, einen Steinwurf von der Weggabelung, an der ein Schild noch 400 Meter zum Schloss Strünkede ankündigt. Der Notarzt konnte nur noch den Tod des jungen Mannes feststellen.

Fingerabdrücke des Toten waren polizeilich registriert

Die Polizei sperrte den Fundort ab, und wenig später errichtete die Spurensicherung ein Zelt über dem Tatort, um witterungsgeschützt arbeiten zu können. Diese Arbeit dauerte bis in die Nachmittagsstunden hinein.

Polizei-Pressesprecher Axel Pütter hatte mittags noch erklärt: „Der Tote ist zwischen 15 und 20 Jahre alt. Seine Identität ist noch unbekannt. Ausweispapiere trug er nicht bei sich.“ Schon drei Stunden später konnte sein Kollege Guido Meng einen schnellen Erfolg der erkennungsdienstlichen Maßnahmen melden: „Wir wissen jetzt, dass es sich bei dem Toten um einen 18-jährigen Litauer ohne einen für uns zur Zeit erkennbaren Bezug zum Zuständigkeitsbereich des Bochumer Polizeipräsidiums handelt.“ Ein Abgleich der Fingerabdrücke habe zur Identifikation geführt. Meng bestätigte die Folgerung, dass der junge Mann zu Lebzeiten „polizeilich in Erscheinung getreten“ war.

Mordkommission ermittelt

Eine Mordkommission ermittelt. Pütter: „Wir prüfen drei Möglichkeiten: Tötungsdelikt, Suizid und es könnte sich auch um ein Unglück beim Hantieren mit der Waffe gehandelt haben.“ Die Waffe, eine Kleinkaliber-Pistole wurde in unmittelbarer Nähe zum Körper des jungen Mannes gefunden und sichergestellt. „Die Waffe wird im Labor auf Fingerabdrücke, DNA et cetera untersucht. Das machen die Kollegen vom Landeskriminalamt“, erklärte Pütter die weitere Vorgehensweise.

Die junge Frau, die die Leiche gefunden hat, sei übrigens völlig mit den Nerven fertig. „Sie hat kaum ein Wort herausgekriegt und nur geweint“, so Polizeisprecher Pütter.