15 Minuten für Gott - Pause vom Trubel

15 Minuten für Gott in der Kirche auf der Cranger Kirmes in Herne. Donnerstag, 13.08.2015 Foto: Socrates Tassos/FUNKE Foto Services
15 Minuten für Gott in der Kirche auf der Cranger Kirmes in Herne. Donnerstag, 13.08.2015 Foto: Socrates Tassos/FUNKE Foto Services
Foto: Socrates Tassos/FUNKE Foto Servi
An jedem Kirmestag findet eine Andacht in der Cranger Kirche statt. Mit guter Resonanz.

Herne..  Zwischen 19.30 und 19.45 Uhr scheint in der Cranger Kirche die Zeit stillzustehen. Wie weggezaubert sind dann der Trubel und Lärm der Cranger Kirmes. Gut 60 Gläubige versammeln sich dort an jedem Kirmesabend, um gemeinsam eine ökumenische Andacht zu feiern. Katholische und evangelische Geistliche aus Herne und Wanne-Eickel wechseln sich ab, die „15 Minuten für Gott“, so heißt das Gottesdienstformat, zu gestalten.

„Von den tausenden Besuchern der Kirmes kommen einige zum beten – und das schon seit Jahrzehnten“, freut sich Theodor Surrey, Pfarrer aus Röhlinghausen, über diese gute Tradition. Drei Lieder, Lesung, Evangelium, eine kurze Predigt, Fürbitten und ein Schlussgebet komprimiert er auf eine Viertelstunde. Gehetzt wirkt die Andacht dennoch nicht. „Mir tut das total gut“, meint Ursula Pleger. Zu jedem Kirmesbesuche gehöre für sie auch eine Andacht, erklärt sie, denn: „Danach geht man glücklich und gestärkt nach Hause.“ Auch für Marianne Marchewitz steht nicht zur Debatte, den Mini-Gottesdienst zu verpassen: „Ich bin gläubig und mag die Kirmes - da gehört die Andacht einfach dazu“, beschreibt sie ihre Motivation, mehrmals pro Jahr vorbeizuschauen.

Gestärkt nach Hause

Theodor Surrey sieht einen weiteren Vorteil in den Gottesdiensten: Er hat die Chance, über das Patronatsfest des Heiligen Laurentius am 10. August zu informieren. „Das Patronatsfest in der alten St. Laurentius-Kirche, die früher ganz hier in der Nähe stand, fiel früher immer mit der Kirmes zusammen“, verkündet er der Gemeinde. Und fügt an: Nach der Andacht besuche er die Kirmes auch.

 
 

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