11. Herner Rudertag verzeichnet einen Teilnehmerrekord

Bei idealem Ruderwetter glitten die Boote am Samstag über den Rhein-Herne-Kanal.
Bei idealem Ruderwetter glitten die Boote am Samstag über den Rhein-Herne-Kanal.
Foto: Ralph Bodemer
  • Viele Firmen nutzen die Veranstaltung inzwischen als eine Art Betriebsfeier
  • Jede Mannschaft bereitet sich mit sechs Trainingseinheiten vor
  • Graf’s Reisen erklimmt gleich zweimal das Siegertreppchen

Herne..  Der Himmel ist bewölkt, es ist nicht zu warm und nicht zu kalt. Mit perfektem Ruderwetter startet der 11. Herner Rudertag des Rudervereins Emscher. Die ersten Vierer gleiten über den Rhein-Herne Kanal, vor der Bootshalle tummeln sich Besucher und Sportler. Wie in jedem Jahr bietet der Ruderverein lokalen Betrieben die Möglichkeit, mit einem oder mehreren Teams an den Regatten teilzunehmen. Auf einer 300 Meter langen Strecke treten in diesem Jahr 32 Boote gegeneinander an.

„Wir sind sehr zufrieden mit der Resonanz“, sagt Pressesprecherin Barbara Dybowski. Der Grund dafür: Der Rudertag wächst stetig. „Bei uns sind in diesem Jahr insgesamt 38 Anmeldungen eingegangen, zehn mehr als bei unserem Jubiläum im letzten Jahr.“ Sie fügt an: „Viele Betriebe aus Herne und Umgebung nutzen unseren Rudertag mittlerweile als eine Art Betriebsfeier. Das gemeinsame Rudern verbindet.“

Das kann Melanie Schulze nur bestätigen. Die Kindertrainerin des Rudervereins Emscher trainierte einige Firmenboote für den großen Tag. „Die Motivation kommt von ganz alleine“, erzählt sie. „Spätestens beim zweiten Training hat der Ehrgeiz die meisten gepackt. Niemand möchte nur einmal den Kanal hoch und runter fahren. Jeder möchte gewinnen.“ Die Vierer-Teams bereiten sich mit insgesamt sechs Trainingseinheiten auf den großen Tag vor. Schließlich muss jeder Ruderschlag sitzen. In neun Vorläufen und fünf Hoffnungsläufen können sich die Teams für die Halbfinals qualifizieren. Die vier Sieger rudern im Endlauf um die Pokale.

Die Boote für den fünften Vorlauf reihen sich gerade an der Startgeraden auf. Unterland, also dem eigenen Ufer am nächsten, startet der Vierer „AGR Blitz“ von der AGR Betriebssportgemeinschaft. Er tritt gegen die Boote „Crazy Scrubs“ und „Cordon-Bleu“ der St. Elisabeth Gruppe und gegen das Boot „GMH“ des Gebäudemanagements Herne an. Und los geht’s. „AGR Blitz“ geht schnell in Führung und sichert sich mit großem Abstand den direkten Einzug ins Halbfinale.

Graf’s Reisen als erste im Ziel

Zum zweiten Mal nimmt das Team nun schon am Rudertag des RV Emscher teil. Für Teammitglied Christian Ksoll war bereits nach dem ersten Training klar, dass Rudern sein Sport sei, erzählt er. „Durchs Rudern bin ich fit geworden.“ Lächelnd fügt er an: „Am schönsten ist es sonntags morgens um sieben, wenn die Sonne gerade aufgeht und noch ein bisschen Frühnebel auf dem Wasser ist.“ Heute hat ihn jedoch der Ehrgeiz gepackt. „Wir haben große Hoffnungen. Ohne Ziel kann man schließlich nicht gewinnen.“

Diese Hoffnungen sind mehr als begründet. Der „AGR Blitz“-Vierer macht an diesem Nachmittag den dritten Platz, nur geschlagen vom „Flammenkreutzer“ des Caritasverbands Herne und von den diesjährigen Siegern im „Riverliner I“ von der Anton Graf GmbH. Bei den Frauen rudert sich ebenfalls das Graf-Team auf den ersten Platz, dicht gefolgt von „Hulapula Girls“ aus der Praxis für Podologie Birgit Strecker und dem „Schulstraßenkutter“ des Caritasverbands Herne.

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