100 junge Künstler geben bei Herner Kuboshow ihr Bestes

Foto: Kuboshow Kunstmesse
  • Am 29./30. Oktober findet in den Herner Flottmann-Hallen die 21. Kuboshow statt
  • Dabei werden rund 1200 Arbeiten unterschiedlicher Stilrichtungen zu sehen sein
  • Den größten Teil macht die gegenständliche Malerei aus

Herne.  „Gib Dein Bestes“ heißt das Motto bei der inzwischen 21. Kuboshow, die am Wochenende wieder in den Herner Flottmann-Hallen stattfindet. „Es ist eine von Anfang an qualitativ hochwertige Kunstmesse, die für viele junge Künstler schon zum Sprungbrett geworden ist“, sagt Holger Wennrich, der die Kubo­show erfunden hat und organisiert. „Deshalb möchten wir natürlich nur die besten Arbeiten zeigen. Und“, fügt er schmunzelnd hinzu, „,Gib Dein Bestes’ ist so schön deutsch.“

Etwa 100 junge Künstler stellen ihre Arbeiten am Samstag und Sonntag aus, jeder ist mit mehreren Werken vertreten. Zu sehen sind insgesamt etwa 1200 Arbeiten unterschiedlicher Stilrichtungen, wobei die Malerei jedoch deutlich dominiert. „Das ist immer noch die begehrteste Technik und auch mein persönlicher Favorit“, so Wennrich. Zu beobachten sei nach wie vor ein Hang zum Gegenständlichen. Dies gelte auch für die Skulpturen, die zunehmend auch aus Eisen und Zinn angefertigt werden – Materialien, die bis vor kurzem eher unüblich waren. Der Grund ist ein banaler: Der Preis für Bronze ist derart gestiegen, dass sich gerade junge Künstler die Arbeit damit kaum noch leisten können.

Bei der Auswahl kann Holger Wennrich zum einen auf einen Pool von jungen Künstlern zurückgreifen, die schon bei der Kuboshow ausgestellt haben, die Hälfte der Plätze geht jedoch an neue Künstler. Sie bewerben sich entweder „initiativ“ oder Holger Wennrich sieht sich ihre Arbeiten auf Empfehlungen hin an. „Im Februar gehen schon wieder die Sichtungen für die nächste Kuboshow los“, sagt er. Einer ist jedoch in jedem Jahr dabei, von der ersten Kuboshow an, die damals noch „Kunstbombe“ hieß: Patrick Fauck aus Leipzig, dessen Arbeiten auch immer am gleichen Platz hängen.

Künstler stammen überwiegend aus Deutschland

Überwiegend stammen die teilnehmenden Künstler aus Deutschland, vertreten sind jedoch auch Japan, Lettland, China, Korea, die USA und ein Künstler aus Syrien, der erst seit einem Jahr in Deutschland ist. Fast alle studieren oder bewegen sich im Umkreis von Kunsthochschulen und Akademien. Jana Geilhof, eine Malerin, die Wennrich sehr schätzt und die auch in diesem Jahr das Cover des 200-seitigen Katalogs gestaltet hat, ist da die große Ausnahme: Sie gehört zu den ganz wenigen Autodidakten, die je bei der Kuboshow vertreten waren.

Am Freitag wird die Ausstellung aufgebaut. Die Künstler reisen an, um ihre Arbeiten eigenhändig zu hängen. „Das ist alles konsequent durchorganisiert“, so Wennrich. „Innerhalb von sechs Stunden ist dann alles fertig.“

Preview am Freitag

Das muss auch so sein, denn Freitagabend kommen bereits die ersten Besucher: Geladene Gäste, die schon in den Vorjahren Kunstwerke erworben haben, erhalten bei einer Preview die Chance, sich ihre Favoriten zu sichern. Denn die Kubo­show ist ausdrücklich auch eine Kaufmesse – für viele junge Künstler ein Einstieg in den Markt. Mancher Käufer mag mit Blick auf die zum Teil irrwitzigen Preisentwicklungen auf dem Kunstmarkt auf eine Wertsteigerung spekulieren. „Das“, so Wennrich, „sollte aber nicht im Vordergrund stehen, sondern die Freude an dem Kunstwerk.“

Katalog mit rund 500 Abbildungen

Die Kuboshow in den Flottmann-Hallen, Straße des Bohrhammers 5, ist am Samstag und Sonntag, 29./30. Oktober, jeweils von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Der Eintritt kostet sechs Euro.


Begleitend ist ein 200 Seiten starker Katalog mit rund 500 Abbildungen erschienen. Er kostet auf der Messe sieben Euro.

 
 

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