Zweifel an ergebnisoffener Entscheidung in Schulfrage

Voerde.  FDP, Wählergemeinschaft (WGV) und der parteilose Ratskandidat Werner Ellenberger nehmen in der Diskussion um das künftige Angebot im Bereich der weiterführenden Schulen Stellung: Die FDP will die Realschule Voerde erhalten und schlägt für Dinslaken, Voerde und Hünxe einen Schulzweckverband vor, der die Gymnasien in Voerde und Dinslaken, Gesamtschulen in Hünxe und Dinslaken, Sekundarschule in Dinslaken sowie die Realschulen in Voerde und Dinslaken umfasse. „Die Eltern hätten damit die Wahl, ihre Kinder auf eine dieser Schulen schicken zu können“, so Michaela Niewerth, stellv. FDP-Vorsitzende. Diese Lösung habe den Vorteil, dass sie auch dem Rückgang der Schülerzahlen gerecht würde und Schulen nicht wieder mangels Anmeldezahlen in ihrer Existenz bedroht würden.

Werner Ellenberger vermisst in der Diskussion den Satz: „Wir geben der Realschule eine Bestandsgarantie.“ Für ihn hat es den Anschein, als hätten sich die Parteien darauf geeinigt, vor der Wahl keine klaren Positionen zur Zukunft der Realschule in Voerde zu beziehen. Die Gründung einer Gesamtschule und auch Einrichtung einer Sekundarschule impliziere die Auflösung der Realschule. Der richtige Weg, den Schulfrieden in Voerde zu erhalten, sei die Gründung einer Gesamtschule in freier Trägerschaft.

Kostenargument wäre fatal

Die WGV stellt die Frage, ob die Entscheidung in der Schulfrage noch ergebnisoffen ist oder jemals war und argumentiert mit der „Haushaltssanierung und einer Schulaufsicht, die eine Existenzgefährdung der Gesamtschule Hünxe durch ausbleibende Voerder Schüler verhindern will“. Wenn Simone Kaspar als Schuldezernentin eine Vorentscheidung für eine Sekundarschule in Voerde verneine – Linke-Fraktionschef Joachim Kinder hatte die Einschätzung geäußert, die Verwaltung bevorzuge diese Lösung – müsse sie als Kämmerin auch sagen, „dass bei der Entscheidung das Kostenargument kein schulformentscheidendes ist“. Es wäre fatal, wenn nur ein leiser Zweifel bliebe, die Haushaltssanierung könnte eine integrative Gesamtschule mit neunjährigem Weg zum Abitur verhindern.

 
 

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