Zwei Jahrzehnte im Einsatz für die Menschen

Florian Langhoff
Jubiläumsfeier 20 Jahre Diakonieverein im Cafe Komm in Dinslaken.
Jubiläumsfeier 20 Jahre Diakonieverein im Cafe Komm in Dinslaken.
Foto: WAZ Fotopool
Der Diakonieverein des Ev. Kirchenkreises Dinslaken feierte im Café Komm sein 20-jähriges Bestehen.

Dinslaken.  Dass zur Feier von zwei Jahrzehnten Diakonieverein die Vertreter der Verwaltungen aus Dinslaken, Voerde und Hünxe gekommen waren, ist kein Zufall. „Wir brauchen die Wohlfahrtsverbände vor Ort, um uns bei unserer sozialen Arbeit zu unterstützen“, sagte der Dinslakener Bürgermeister Dr. Michael Heidinger, stellvertretend auch für seine Amtskollegen aus Voerde und Hünxe. „Wenn man sich die Liste der Angebote des Diakonievereins ansieht, dann erkennt man, wie umfangreich dessen Arbeit ist“, ergänzte der erste Bürger der Stadt.

Von Schulsozialarbeit über Arbeitsmarktintegration, Flüchtlingsberatung und Inklusion bis hin zu Angeboten für Senioren findet sich ein Sammelsurium aus Angeboten im Programm des Vereins. Angefangen hatte dabei alles mit einem Fachausschuss für den kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt, der eine Kreissynode zum Thema Arbeit vorbereiten sollte. „Wir wollten nicht nur reden, sondern der Synode etwas vorschlagen, das sie konkret machen kann“, erinnert sich Pfarrer Matthias Jung, der in der ersten Stunde des Diakonievereins mit dabei war. Aus dieser Idee heraus entwickelte sich ein Projekt, dass Langzeitarbeitslosen eine Unterstützung anbieten sollte, um wieder eine Arbeitsstelle zu finden. So wurde 1984 der „Verein für Berufshilfe“ im Kirchenkreis gegründet.

„Wir hätten nie gedacht, dass dieses Projekt 20 Jahre lang bestehen könnte“, erklärte Jung. Genau das tat es aber. Erst unter seinem ursprünglichen Namen und dann, mit der Erweiterung der Arbeitsfelder 2004, unter dem neuen Namen Diakonieverein. „Der gesellschaftliche Wandel ist der Motor, der auch uns antreibt“, berichtete Betriebsleiter Thomas Koch über den Ausbau der Angebote der Diakonie. „In den Zeiten von knappen Kassen und Haushaltssperren bei den Kommunen wird sicher auch unsere Arbeit immer wichtiger“, erklärte er. Derzeit, aufgrund des aktuellen Weltgeschehens, zum Beispiel beim Thema Flüchtlinge. „Auf die Wandlung von einem Träger, der im Bereich der Arbeitsmarktintegration tätig war bis heute, kann man schon stolz sein“, befand Koch. Schließlich beschäftigt der Diakonieverein derzeit mehr als 50 Mitarbeiter.

Eine besonderes Lob vom Vorsitzenden Erich Schult ging im Rahmen der Feierlichkeit an Eduard Schollin. Von 2001 bis 2014 hatte dieser als Vorsitzender den Verein geleitet und somit auch die Veränderungen in den Arbeitsfeldern betreut. „Sie haben die Umstrukturierung begleitet und unternehmerisches Denken und Handeln in den Verein gebracht“, sagte Schult und überreichte Eduard Schollin als kleines Präsent für seine Arbeit einen Schirm mit dem Logo des Diakonievereins.