Zustimmung für „Lernen am anderen Ort“

Dinslaken..  Am Standort der Fröbelschule soll ab dem kommenden Schuljahr die intensivpädagogische Maßnahme „Lernen am anderen Ort“ starten. Das Konzept, das sicherstellen soll, dass auch nach der Schließung der Förderschule im Sommer 2016 ein sonderpädagogisches Angebot in Dinslaken erhalten bleibt, erhielt am Donnerstag in der gemeinsamen Sitzung des Schul- und des Jugendhilfeausschusses grünes Licht.

Jürgen Dorn, Schulamtsdirektor beim Kreis Wesel, erläuterte noch einmal einige Eckpunkte des Konzepts. Das Projekt „Lernen am anderen Ort“ ist als Kriseninterventionsmaßnahme gedacht für Kinder mit Förderbedarf im Bereich emotionale und soziale Entwicklung, die eine Regelschule besuchen und dort Schwierigkeiten haben. Sie sollen ein halbes Jahr lang „am anderen Ort“ besonders gefördert werden mit dem Ziel, anschließend in ihre ursprünglichen Klassen zurückzukehren. Sie bleiben in dieser Zeit Schüler der Regelschule.

Starten soll das Projekt zunächst mit einer Gruppe im Primarbereich, zum Halbjahr soll eine Gruppe der Sekundarstufe I eingerichtet werden. In der Folgezeit sollen insgesamt bis zu vier Lerngruppen mit je acht Schülern gebildet werden, sodass 40 Kinder und Jugendliche gefördert werden können. Lehrer der allgemeinen Schulen, Sonder- und Sozialpädagogen werden sich um die Schüler kümmern, auch eine Ganztagsbetreuung ist vorgesehen. Noch seien nicht alle Detailfragen geklärt, erklärte Jürgen Dorn im Ausschuss. Nach einem Jahr soll das Konzept nochmals geprüft werden. „Das Modell könnte richtungsweisend auch für andere Kommunen sein“, so Dorn. Die Lehrerstellen, so versicherte er, seien zusätzliche Stellen und gingen nicht zu Lasten der allgemeinen Schulen. Schuldezernentin Christa Jahnke-Horstmann dankt allen an der Entwicklung des Projekts Beteiligten für ihr Engagement.

Keine Empfehlung gab der Ausschuss zur Anhebung der Elternbeiträge für den Offenen Ganztag an Grundschulen. Teil des Beschlusses ist die Umstellung des Abrechnungsverfahrens für das Mittagessen auf ein pauschalisiertes System. Hier meldete die SPD-Fraktion noch Beratungsbedarf an und bat um Aufschub der Abstimmung bis zum Hauptausschuss.

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