Zufriedene Züchter und Ausrichter

Präsentation der Blockbuster-Fohlen bei der Fohlenschau 2015 auf dem Gutshof Glückauf in Hünxe.
Präsentation der Blockbuster-Fohlen bei der Fohlenschau 2015 auf dem Gutshof Glückauf in Hünxe.
Foto: Heiko Kempken / FUNKE Foto Servi
Stuten- und Fohlenzuchtschau des Kreises Wesel auf dem Gutshof Glückauf in Hünxe verzeichnet zehnprozentigen Meldungszuwachs. Sieben Stuten qualifizierten sich für Elite-Schau.

Hünxe..  Sehr gute Ergebnisse, zufriedene Züchter und Organisatoren: Das ist die Bilanz der Stuten- und Fohlenschau, die am gestrigen Donnerstag auf dem Gutshof Glückauf in Hünxe ein sachkundiges Publikum fand. „Das ist eine sehr gute Beteiligung“, sagte Kreistierzuchtberater Ludwig Hermanns über die gemeldeten 80 Warmblutfohlen und rund 30 Stuten. Bei anderen Schauen gebe es „deutliche Rückgänge“, beim Kreis Wesel sei aber eine zehnprozentige Steigerung gegenüber dem Vorjahr zu sehen. „Wir schließen niemanden aus“, sagte er. Wer teilnehmen wolle, müsse nicht aus dem Kreis Wesel kommen, aber einen Eintrag im Rheinischen Pferdestammbuch haben. Seit 1975 gibt es die Schau im Kreis Wesel, seit zwölf Jahren wird sie auf dem Gutshof ausgerichtet. „Die Rahmenbedingungen sind hier spitze“, betonte Hermanns. Rund 25 Helfer, unter anderem vom Kreispferdezucht- und vom örtlichen Fahrverein sowie einige Jugendliche als Pferdeführer, packten mit an, um der Jury gute Arbeitsmöglichkeiten zu bieten. Die Schauleitung hatten Hermann Schult, Vorsitzender des Kreispferdezuchtvereins, Uwe Neuland und Jörg Zahn als seine Stellvertreter sowie Ludwig Hermanns.

Kritische Kommission

Als kritische Kommission arbeiteten Martin Spoo, der Geschäftsführer des Rheinischen Pferdestammbuchs moderierte den Tag ebenso launig wie kundig, Theo Leuchten, Herbert Werth und Dagmar Westhoven. Es sei für die Züchter sehr wichtig, „sich der Konkurrenz zu stellen“, sagte Westhoven. Jeder meine, das beste Pferd zu haben. Aber erst der Vergleich erlaube ein Urteil. Dabei sei es entscheidend, niemanden „niederzurichten“, sondern kritisch, aber fair zu bewerten. Professionelle Züchter, aber auch solche aus dem Hobbybereich nahmen an der Schau teil.

Zwei Elemente hatte die Eintragung und Stutenschau am Vormittag. Zunächst begutachtete die Kommission (Hermanns: „geschulte Richter“) die meist dreijährigen Pferde, die erst einmal ruhig vor ihnen standen. In wenigen Minuten bildeten sich die Gutachter eine Meinung vor allem über den Körperbau und die Haltung des Tieres. Bewegungsablauf, Dynamik und der Gesamteindruck standen im Vordergrund, als die Pferde im Schritt und Trab an der Kommission vorbei geführt wurden. „Sieger ist, wer dem Optimum am nächsten kommt“, sagte Hermanns. Das waren etliche Tiere, denn sieben Stuten qualifizieren sich für die Elite-Schau im August, wenn die besten Pferde aus den einzelnen Kreisen in den Wettbewerb gehen sollen. Das Reiten spielte bei der Schau aber keine Rolle; „dafür gibt es separate Veranstaltungen“, erklärte Westhoven.

Fohlen am Nachmittag

Am Nachmittag waren die Fohlen, zwischen vier Wochen und sechs Monate jung, an der Reihe. „Der Ansatz ist identisch“, erklärte die Prüferin das Wertungsprinzip. Aber wie bei menschlichen Kindern werde dabei viel Rücksicht genommen. Aber Trends ließen sich bereits erkennen, als die Jungtiere an der Seite ihrer Mütter liefen. Nur: Eine gewisse Reife müssten die Fohlen schon mitbringen, „sonst ist es nicht sinnvoll“. Besonders gespannt waren Jury und Publikum auf die ersten Fohlen, die von Springpferd „Blockbuster“ abstammen. Spoo attestierte diesem, „eine fantastische Art zu springen“. Das lässt für den Nachwuchs wohl einiges erwarten.

Bei den Stuten siegte „Fine Rhapsodie“ von Ulla Katzorke aus Essen (Züchterin und Besitzerin). Ihr gehörte mit „Bonita Spring“ auch der erste Reservesieger (quasi Platz zwei).

Zweiter Reservesieger wurde „Fürstenau“ von der Zuchtgemeinschaft Theo und Georg Storm aus Hamminkeln. In der Abteilung B siegte „Marolanda d’Alpen“ von Jörg Zahn (Alpen).

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