„Wir hoffen, wir dürfen wiederkommen“

„Us & Them“ sorgten für gute Stimmung im Burgtheater.
„Us & Them“ sorgten für gute Stimmung im Burgtheater.
Foto: WAZ FotoPool
Auch bei ihrem dritten Auftritt beim Fantastival begeisterten „Us & Them“ die Pink Floyd-Fans.Der Jugendchor „Die Schiefen Spieler“ sang auf der Bühne zu „Another Brick In The Wall“

Dinslaken..  Wann bekommt man die drei großartigen Pink Floyd-Konzeptalben der 70er Jahre, „Dark Side Of The Moon“, „Wish You Were Here“ und „The Wall“ schon einmal an einem Abend live zu hören? – Beim Fantastival im Burgtheater! Nach ihren unvergessenen atmosphärischen Auftritten 2007 und 2010 begeisterte die bekannte Pink Floyd-Tribute Band „Us & Them“ am Sonntagabend für drei Stunden wieder die Besucher im fast ausverkauften weiten Rund mit originalgetreuen Klängen der berühmten Band um Roger Waters, David Gilmour, Rick Wright und Nick Mason.

Die kompletten Alben

„Wir freuen uns, zum dritten Mal hier zu sein, und das auch noch zu 15 Jahre Fantastival“, begrüßte Sänger Thomas Holthausen nach dem Eröffnungsstück „What Do You Want From Me?“ Aber noch ein Jubiläum gelte es zu feiern: 40 Jahre „Dark Side Of The Moon“. Seit 1973 sei das Album 14 Jahre auf Platz 1 der Bill Board Charts gewesen. Das habe keine andere Band geschafft, so Holthausen. Dann spielte „Us & Them“ um den charismatischen Gitarristen Michel Kern (auch technischer und musikalischer Leiter) das komplette Album. Besonders bei „Money“ (Saxofon Sebastian Siebel) gab es viel Applaus und zum Titelsong traten auch erstmals die beiden Feuerspucker in Aktion.

Ein Stück aus Waters Solokarriere und das grandiose „On The Turning Away“ aus der etwas späteren Pink Floyd-Zeit mit melodiösem Gesang und kraftvollem Gitarrensolo zeugten vom umfangreichen Repertoire der 13-köpfigen Band (allein neun Musiker standen auf der Bühne) mit Sitz in Düren. Dann gab es eine kurze Umbaupause und die Besucher (wenige unter 40 Jahre) konnten sich mit Snacks und Getränken versorgen.

Den zweiten Teil des Konzerts eröffneten „Us & Them“ mit „The Wall“. Neben der Bühne hatte sich schon der Jugendchor der Schiefen Spieler um Leiterin Birgit Uhlig bereit gemacht. Zum aufmunternden Klatschen postierten sich alle nach einer schönen Choreografie und sangen die bekannte Sequenz aus „Another Brick In The Wall“. Thomas Holthausen lobte: „Ein fantastischer Auftritt“, für den es (wie berichtet) nur eine Probe gegeben habe. Auch die beiden Background-Sängerinnen von „Us & Them“, Andrea Quernheim und Diana Berten klatschten anerkennend.

Standing ovations

Auf das schöne „Hey You“ folgte das bärenstarke „Comfortably Numb“ mit Sologitarrist Michel Kern in wirbelndem weißen Bühnenlicht – ein Höhepunkt des Abends. Für seine Darbietung gab es zurecht Standing ovations.

Beim instrumentalen „One Of These Days“ kam besonders der wummernde Bass von Karsten Völz zu seinem Recht und nach „World Departed“ verneigten sich alle artig. Michel Kern: „Wir hoffen, wir dürfen in drei Jahren wiederkommen. Das Fantastival hat seinen Namen verdient und ist für uns die allererste Spieladresse.“

Dann stellte der Leiter alle 13 Personen von „Us & Them“, Musiker und Techniker, noch einmal vor und würdigte den Zusammenhalt der Band seit der Gründung 1997. Als Zugabe durfte natürlich das Album „Wish You Were Here“ mit dem unnachahmlichen Gitarren-Intro bei „Shine On You Crazy Diamonds“, den mechanischen „Welcome To The Maschine“ und „Have A Cigar“, sowie dem unvergesslichen Schmuse-Titelstück „Wish You Were Here“ nicht fehlen.

Der lang anhaltende frenetische stehende Applaus des begeisterten Publikums im stimmungsvollen Ambiente des idyllischen Burgtheaters machte an diesem lauen Sommerabend unverkennbar deutlich: „Us & Them“ dürfen und müssen wiederkommen!

 

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