Wenn die Erdbeere schwebt...

Voerde.  Physik, Kultur und Unterhaltung – finde den Fehler. Physik ist nun wirklich kein Schulfach, das bei der breiten Masse positive Assoziationen hervorruft. Dass experimentelle Physik dennoch seinen ganz eigenen Reiz hat und mitunter sogar Spaß machen kann, davon konnten sich die Besucher der Stockumer Schule am Wochenende überzeugen. „Magie des Magnetismus“ lautete das Motto, unter dem Florian Römer einen unterhaltsamen Exkurs in die Welt seines Forschungsschwerpunktes unternahm. Römer, promovierter Wissenschaftler an der Universität Duisburg-Essen, ist seit seiner Jugend eng mit der Stockumer Schule verbunden.

Magnetismus ist für uns allgegenwärtig – auch wenn wir uns dessen häufig gar nicht bewusst sind. Römer, der eine Mischung aus einfacher Theorie und Experimenten präsentierte, zeigte, wie wir ohne Magnetismus ganz schön aufgeschmissen wären. Da gibt es die Datenspeicherung auf einer Festplatte, das Antiblockiersystem im Auto, die Mikrowelle und nicht zuletzt das Magnetfeld der Erde, welches uns vor der Sonne schützt.

Welche Elemente sind denn nun magnetisch? Eisen, Nickel und Cobalt kam es aus dem Publikum zurück. Korrekt, aber unter bestimmten Umständen kann so ziemlich jedes Objekt magnetisch werden, zumindest diamagnetisch. In einem Video zeigte Römer, wie eine Erdbeere über ein mächtiges Magnetfeld zum Schweben gebracht wurde. Natürlich beließ es der Physiker nicht nur bei Youtube-Videos, sondern führte auch selbst einige Experimente durch. Sein Lieblingselement: flüssiger, -190° Celsius kalter Stickstoff. Damit veranschaulichte er die sich verändernden magnetischen Eigenschaften bestimmter Elemente. Je kälter das Kupferrohr, durch das man einen Magneten wirft ist, desto länger braucht der Magnet, um das Rohr zu passieren.

In weiteren Experimenten übertrug Römer die magnetische Kraft einer Teslaspule auf eine Leuchtstoffröhre und brachte diese zum Leuchten. Oder er verflüssigte mit Hilfe einer Spule Sauerstoff und zündete ihn an. „Das hat natürlich nichts mit meinem Spieltrieb zu tun“, versicherte der Experimentalphysiker.

 
 

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