Von Tina zu Martina

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Dinslaken.  Von Tina zu Martina: die neue Frontfrau von Galahad ist Martina Aschenbach. Vor dreieinhalb Jahren stieß die Dinslakenerin zu den Mittelalter-Folkrockern, jetzt übernimmt sie den weiblichen Leadgesang. Tina Schreiber hat die Band im Zuge ihrer beruflichen Weiterentwicklung verlassen.

Den keltisch-mystischen Galahad-Sound hat Martina Aschenbach bereits auf der letzten CD „Incredibile Galahad“ mit Violinen- und Whistle-Spiel sowie mehrstimmigen Gesang mit geprägt. Derzeit erarbeitet die Band die Stücke für ihr Live-Repertoire. Einiges muss umgeschrieben werden. Denn komplette Violinenstimmen kann Martina Aschenbach nicht zeitgleich mit dem eigenen Leadgesang spielen. „Aber Paul singt viel, Ralf auch und Peter ist bei den mehrstimmigen Gesangssätzen dabei“.

Von sich selbst sagt Martina Aschenbach, dass sie bereits sang, als sie noch nicht sprechen konnte. Da lag die Musikerinnenkarriere auf der Hand: Erst Blockflöte, ab dem siebten Lebensjahr Violine, dann Gitarre. Als Jugendliche spielt sie im Orchester, singt in Chören, macht viel im Bereich Kirchenmusik.

Längst hat sie sich für die Musik entschieden. Martina Aschenbach studiert in Düsseldorf Musikwissenschaft, ältere Germanistik und Linguistik, lässt sich zur Musiktherapeutin ausbilden. Nach dem Studium arbeitete sie in einem Behindertenheim, dann wagte sie den Sprung in die Selbstständigkeit. In ihrer Musikschule Music Affairs, die seit drei Jahren in den Proberäumen der KuKa beheimatet ist, unterrichtet sie Geige, Gitarre und bei Bedarf Flöte. Hinzu kommen Kindermusicals und Gesangsprojekte in Schulen, der KuKaKor, der Jugendchor d’Accord und Auftritte als Solistin.

Vorliebe Irish Folk

Music Affairs ist auch der Name des Duos, als das Martina Aschenbach gemeinsam mit Ralf Veith Musik macht. Und hier ist man mitten in einer wahren Geschichte, in der man wie in einer Tafelrundensage von Fügung sprechen kann.

Martina Aschenbach lebt in Dinslaken. Die Mitglieder von Galahad ebenfalls. Martina Aschenbachs besondere musikalische Vorliebe ist der Irish Folk, zudem mag sie Heather Nova, Dido und Within Temptation, über Galahads Stellung in der Celtic Rock Szene braucht man nicht mehr viele Worte verlieren. Aber es bedurfte eines Zufalls, dass Martina Aschenbach und Galahad zusammen fanden. „Claus Joosten hat mit mir Aufnahmen gemacht“, erinnert sich die Musikerin. „Und der schickte sie Ralf zu“. Nicht etwa wegen des Inhalts, sondern weil dieser Technik und Soundqualität prüfen sollte. Ralf Veith wurde allerdings über das hellhörig, was die Aufnahmetechnik dort wiedergab. ein paar Tage später erhielt Martina Aschenbach einen Anruf der Band.

Und nun also Leadsängerin. In den nächsten Wochen wird das Album „Incredibile Galahad“ auf neuem Label wiederveröffentlicht, man bereitet neue Konzerte vor. Von Martina Aschenbach wird man bei Galahad noch viel hören.

 
 

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