Von Radwegen bis zur Flüchtlingspolitik

Im Maximilian-Kolbe-Haus diskutierten Politiker und Bürger.
Im Maximilian-Kolbe-Haus diskutierten Politiker und Bürger.
Foto: WAZ FotoPool
Beim kommunalpolitischen Dämmerschoppen der KAB Friedrichsfeld diskutierten sechs Politiker aus Voerde über verschiedene Themen und kamen dabei manchmal vom eigentlichen Thema ab

Voerde..  Dass der Niederrheiner sich gerne mal verzettelt, wenn er was zu erzählen hat, ist nicht erst seit Hanns Dieter Hüsch bekannt. Eine besondere Demonstration dieser Fähigkeit lieferten die zum kommunalpolitischen Dämmershoppen der KAB Friedrichsfeld geladenen Lokalpolitiker ab. Bei der Frage, ob man nicht an der Kreuzung von Spellener Straße und Frankfurter Straße einen Kreisverkehr errichten könnte, hätte nach weniger als einer Minute alles gesagt sein können. „Wir bekommen dort keinen Kreisverkehr hin, weil wir den als Stadt vorfinanzieren müssten“, erklärte Georg Schneider (CDU). „Straßen.NRW ist explizit gegen Kreisverkehre und die sind nicht bereit, so etwas vorzufinanzieren“, ergänzte Christian Garden (WGV).

Dann trat Stefan Meiners (Bündnis 90/ Die Grünen) zuerst eine Diskussion darüber los, ob man nicht doch mal eine Anfrage an den Straßenbaubetrieb des Landes stellen könnte und lenkte die Debatte auf das Thema Rad fahren in der Stadt. Sollte man Radler mehr kontrollieren, Radwege aus- oder gar zurückbauen waren die Fragen, die in der Folge erläutert wurden.

Einigkeit bei den sechs Kommunalpolitikern herrschte beim Thema Flüchtlinge. „Ich glaube, wir haben eine Stimmung, die von Hilfsbereitschaft geprägt ist“, sagte Stefan Weltgen (SPD) als Vorsitzender des Sozialausschusses des Stadtrates. Die nach Voerde kommenden Menschen sollten gerecht auf die Stadtteile verteilt werden – auch um eine bessere Integration zu ermöglichen. „Es ist nicht nur die Unterkunft, die wichtig ist, sondern auch die psychische und seelische Betreuung“, erklärte Joachim Kinder (Die Linke) zu diesem Thema.

Ebenso einig waren sich die sechs Parteivertreter beim Thema Flughafen „Schwarze Heide“. Für die Stadt ein reines Zuschussunternehmen. „Wir haben immer den Antrag gestellt, unseren Anteil daran abzugeben – und wenn es umsonst ist“, erklärte Bernhard Benninghoff (FDP). Ganz anders sehe das bei der Hafengesellschaft „Deltaport“ aus. „Es kann uns gelingen, noch weitere Firmen in Voerde anzusiedeln“, sagte Georg Schneider. „Da werden sicher auch Gewinne fließen, aber es ist auch wichtig, dass wir die Arbeitsplätze in der Stadt haben“.

Im Bau eines Biomasse-Heizkraftwerkes durch die Fernwärme Niederrhein sahen alle sechs Diskussionsteilnehmer eine Chance. Allerdings kritisierte Stefan Meiners hier, man hätte als Stadt die Gelegenheit verpasst, auch Hallenbad und Schulzentrum von der neuen Wärmequelle profitieren zu lassen. Kritisch blickten die Lokalpolitiker auf die geplante Biogasanlage in Hünxe. Hier erkannte man zwar mögliche Probleme, erklärte aber auch, dass die endgültige Entscheidung über die Ansiedlung die Gemeinde Hünxe zu treffen hat.

 
 

EURE FAVORITEN