Vom Seestrand in die Szenekneipe

Dinslaken..  Eine Unwetterwarnung führte dazu, dass die Veranstaltung „Acoustic Lounge“, die eigentlich für die Strandbar am Tenderingssee angedacht war, spontan in den Ulcus verlegt werden musste. „Die Unwetterwarnung und der Wind haben uns keine andere Wahl gelassen“, sagte Basti Schur vom Team des Strandbads. „Zum Glück war das Team vom Ulcus spontan bereit, die Veranstaltung dort stattfinden zu lassen.“

Im Ulcus war es dann Cesare Siglarski, genannt „Siggi“, der die Gäste willkommen hieß. Die wurden schon von den Jungs von Mastermove in die Szenekneipe gelockt, die mit E-Gitarre und Saxofon einige bekannte Lieder neu interpretierten. Für ruhigere Klänge sorgte im Anschluss Judith Sierp. Mit ausdrucksstarker Stimme, begleitet von den Klängen ihrer Akustikgitarre, coverte auch sie einige bekannte Lieder. Der Höhepunkt des Konzertprogramms: das Lied „Zombie“ von der irischen Band „The Cranberries“. Ganz nah am intensiven Sound des Originals und vom Publikum im Ulcus mit großem Applaus bedacht.

Den Auftritt des Abends legte allerdings das Trio „The Mc Donaghoughs“ hin. Hinter diesem ungewöhnlichen Namen verbergen sich Nils Berner, Marc André Foginski und Yannick Dahl. Und die servierten akustische Interpretationen bekannter Songs vom Feinsten. Dreistimmiger Gesang mit ausdrucksstarken Stimmen, zwei Akustikgitarren und Cajon sorgten für Stimmung. Von „Lover’s Eyes“ der britischen Folk-Rocker Mumford and Sons bis zu „Paparazzi“ von Lady Gaga hatten die drei Musiker fast alles im musikalischen Angebot. Zwischendurch zauberte das Trio mit seinem Instrumentarium und etwas Beatboxing gar lupenreine House-Klänge in den Ulcus. Applaus und Zugabe-Rufe waren der Lohn vom Publikum.

Da hatten es die nachfolgenden Künstler natürlich schwer. Max Wiegand fesselte mit Stimme und Gitarre sein Publikum, insbesondere mit seiner Interpretation von Michael Jacksons „Earth Song“. Comedian Aaron Rodriguez nutzte den Auftritt im Ulcus als Test für einige neue Gags. Diese zündeten zwar nicht alle, aber einige Lacher und Applaus vom Publikum gab es trotzdem.

Am Ende griff Cesare Siglarski selbst noch zur Gitarre und ging mit dem Hut rum, um etwas Geld für die Künstler zu sammeln. Mit Strandatmosphäre könnte es die „Acoustic Lounge“ bereits am kommenden Wochenende geben. „Wir wollen das am Tenderringssee auf jeden Fall nachholen. Aber das ist natürlich immer vom Wetter abhängig und daher nur relativ spontan möglich“, erklärte Cesare Siglarski.

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