„Voerder Vogel“ soll zurückkehren

1996 erhielt Kabarettist Hanns Dieter Hüsch den „Voerder Vogel“.Archivfoto: Eduard Behrendt
1996 erhielt Kabarettist Hanns Dieter Hüsch den „Voerder Vogel“.Archivfoto: Eduard Behrendt
Foto: NRZ
Im Heimatverein gibt es die Idee, die Tradition der Preis-Verleihung in etwas veränderter Form wieder aufleben zu lassen. Erster Bronzeguss ist schon in Auftrag gegeben worden.

Voerde.. Es war 1988, als der Heimatverein zum ersten Mal den „Voerder Vogel“ vergab. Die lange Reihe der Träger dieses Heimatpreises eröffnete damals Helmut Pakulat, von 1967 bis 1994 Bürgermeister in Voerde. Ihm sollten viele weitere Ausgezeichnete, die sich um die Heimatpflege besonders verdient gemacht hatten, folgen. Bis in die 2000-er-Jahre hinein wurde der „Voerder Vogel“ verliehen, doch es bereitete zunehmend Schwierigkeiten, Jahr für Jahr Preisträger zu finden, so dass die Vergabe am Ende eingestellt wurde, wie der erste Vorsitzende des Heimatvereins, Heinz Boß, erklärt. Nun, etliche Jahre später, möchte er diese Tradition wieder aufleben lassen.

Vergabe nicht mehr jedes Jahr

Im Unterschied zum alten „Voerder Vogel“ soll der neue Heimatpreis aber nicht mehr jedes Jahr vergeben werden. Nicht nur dies ist anders. Der „Voerder Vogel“ wird künftig auch etwas kleiner sein als das bisher verliehene Original – eine Bronzeplastik, die der Weseler Künstler Gerhard Finke geschaffen hat. Bevor der Heimatverein zu der Neuauflage des „Voerder Vogels“ bei einer Düsseldorfer Gießerei einen ersten Bronzeguss in Auftrag geben konnte, musste noch einiges geklärt und an Vorarbeit geleistet werden: Wie Heinz Boß berichtet, hatte der heute in Berlin lebende Künstler Gerhard Finke (92) die Urheberrechte über den „Voerder Vogel“ an seine Heimatstadt Wesel abgetreten.

Von ihr erhielt der erste Vorsitzende des Heimatvereins die „schriftliche Bestätigung“, den „Voerder Vogel“ weiter nutzen zu dürfen. Daraufhin wurde dessen Original gescannt und ein 3-D-Druck erstellt, worauf basierend der verkleinerte Bronzeguss entsteht, der den Mitgliedern des Heimatvereins bei der nächsten Versammlung am Donnerstag, 16. April, präsentiert und mit der Idee der Wiederbelebung der Preisverleihung zur Abstimmung gestellt wird.

Als möglichen Zeitraum für die erste Vergabe des neuen „Voerder Vogels“ hat Heinz Boß September oder Oktober 2015 ins Auge gefasst. Auch den ersten potenziellen Preisträger für die Neuauflage hat der erste Vorsitzende des Voerder Heimatvereins bereits im Kopf.

Wer es ist, möchte er im Moment noch nicht preisgeben. Wie dem auch immer sei – sicher ist, dass sich der neue Preisträger nach langer Pause in eine illustre Riege Geehrter einreihen würde. Darunter war 1996 kein Geringerer als das selbsternannte „schwarze Schaf vom Niederrhein“: Kabarettist Hanns Dieter Hüsch.

Auch im Stadtbild findet sich der „Voerder Vogel“ wieder: So wurde 1994 im Bereich der Bahnhofstraße eine große Bronze-Skulptur enthüllt, die an die Verleihung des Heimatpreises an alle Voerder Schützenvereine erinnert. Im Volksmund wurde die Skulptur „fette Henne“ getauft.

Die Mitgliederversammlung des Heimatvereins Voerde am Donnerstag, 16. April, bei der der neue Heimatpreis präsentiert wird, beginnt um 18.30 Uhr im Schützenheim des BSV „Einigkeit“ Holthausen 1928, Bruckhausener Weg. Auf der Tagesordnungstehen dann unter anderem auch der Geschäftsbericht des Vorsitzenden und ein Ausblick auf 2015/2016.

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