„Voerde ist eine der waldärmsten Kommunen“

Beschäftigt die Stadt Voerde eigentlich so viele „Däumchen drehende“ Mitarbeiter, dass diese nur darauf gewartet haben, den unsinnigen Antrag der CDU aus der letzten Stadtratsitzung bearbeiten zu dürfen?

Jeder Schüler der Klasse 7 könnte die in diesem Antrag gestellten Fragen innerhalb weniger Minuten mit Hilfe des Internets beantworten. (...) So findet man im Internet sehr schnell 20 bis 30 Seiten, die ausführliche Antworten geben.

Ich will mich aber kurz fassen.

Wenn man den Landesarchiven, Google oder Wikipedia Glauben schenken darf, bestand die Landschaft am Niederrhein in der Gegend um Voerde (Furt) um das Jahr 1100 fast vollständig aus Sumpf- und Auewäldern, die regelmäßig auch durch den mäandernden Rhein überflutet wurden. Durch den Einfluss des Menschen (Trockenlegung, Rodungen, Brandrodungen und später auch Deichbau) ging der Waldbestand stetig zurück und liegt heute im Bereich Voerde bei mageren 9 Prozent.

Welche Schlüsse will die CDU aber aus dieser Entwicklung ziehen?

These: Um 1100 war die Lebensqualität der Bevölkerung sehr bescheiden: den Landwirten fehlte das Dieselöl für Traktoren und Mähdrescher, die Infrastruktur war so schlecht, dass die 40-Tonner der Speditionen im Sumpf stecken blieben, der Schulbusverkehr war äußerst unzuverlässig, die Regale der Supermärkte nur schwach bestückt und viele Hallenbäder konnten kaum Warmbadetage anbieten.

Mit der Abholzung der Wälder stieg aber der Lebensstandard der Menschen in Voerde über die Jahrhunderte auf das heutige Niveau.

Aus dieser Entwicklung können nun die Vertreter der CDU, FDP und auch Teile der SPD messerscharf schließen: „Je mehr Wald wir vernichten, umso besser geht es den Menschen???“

Diesen Zusammenhang haben mindestens die Ratsherren Hülser (CDU) und Benninghoff (FDP) erkannt, wenn sie sagen: „Zu viel Wald ist schädlich !!!!“

Ihre Aussage treffen die beiden Ratsherren, obwohl sie genau wissen, dass Voerde eine der waldärmsten Kommunen in Deutschland ist.

 
 

EURE FAVORITEN