Voerde hat 17 neue Freiwillige Feuerwehrleute

Bei der Abschlussprüfung war es nur eine Übung - künftig dürfen die neuen Feuerwehrleute in Voerde echte Brände löschen.
Bei der Abschlussprüfung war es nur eine Übung - künftig dürfen die neuen Feuerwehrleute in Voerde echte Brände löschen.
Foto: Funke Foto Services
  • Die neuen Feuerwehrleute haben zwei Jahre lang gebüffelt - bis zur Abschlussprüfung
  • Ungewöhnlich: Viele sind nicht aus der Voerder Feuerwehrjugend - sondern Quereinsteiger
  • Alle haben bestanden - einige haben die Theorie sogar mit maximaler Punktzahl geschafft

Voerde.  Den vermeintlich schwierigen Teil der Prüfung haben die Lehrgangsteilnehmer schon hinter sich gebracht, als sie in voller Einsatzmontur vor dem Gerätehaus der Feuerwehr in Möllen stehen. „Sie mussten in der theoretischen Prüfung jeweils 30 Fragen beantworten“, sagt Michael Bruckhausen, stellvertretender Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Voerde. Und bei dem Test haben die Prüflinge alle gut abgeschnitten, drei sogar die maximale Punktzahl erreicht. „Das ist eine ganz tolle Truppe und wir freuen uns jetzt schon darauf, wenn sie mit in den Einsatz dürfen“, sagt Wehrführer Dirk Bosserhoff.

Über Umwege zu Feuerwehr

Denn das Besondere an der Gruppe ist, dass zu ihren Mitgliedern nicht nur Menschen gehören, die aus der Jugendfeuerwehr von Voerde kommen. „Wir haben viele Quereinsteiger mit dabei, die über Veranstaltungen zu uns gekommen sind“, erklärt Detlef Berlin, Pressesprecher der Feuerwehr. Mehr als die Hälfte der 17 Lehrgangsteilnehmer ist so zur Freiwilligen Feuerwehr gekommen. „Die haben sich ganz bewusst dazu entschieden und sind natürlich dementsprechend motiviert“, erklärt Dirk Bosserhoff.

Löschen mit Löschschaum - aber nur theoretisch

Nachdem sie einen Lehrgang zu den Grundlagen der Feuerwehrarbeit absolviert haben, geht es für die Teilnehmer ans technische Gerät. Auf dem Schulhof der Regenbogenschule zeigen sie, dass sie in der Lage sind, mit Löschschaum zu arbeiten. Allerdings, ohne diesen wirklich einzusetzen. „Der ist mittlerweile synthetisch und zersetzt sich sehr schlecht. Daher setzt man ihn zur Übung nur noch auf speziellen Plätzen ein“, erklärt Detlef Berlin.

So nimmt die Feuerwehr ein Unfallauto auseinander

Während die eine Gruppe der Lehrgangsteilnehmer sich an dieser Aufgabe versucht, hantiert die andere mit schwerem Gerät. Mit den hydraulisch betriebenen

Rettungsgeräten nehmen die Kursteilnehmer fachgerecht ein Schrottauto auseinander. Türen werden von der Karosserie getrennt und die Mittelsäulen durchgeschnitten. „Das machen wir vor allem zu Übungszwecken. Im richtigen Einsatz geht es fast immer schneller, durch die Fenster zu gehen und so Personen zu befreien“, erklärt Detlef Berlin.

Manöverkritik vom Chef

Bei beiden Einsatzszenarien arbeiten die Lehrgangsteilnehmer als Team zusammen und bewältigen die gestellten Aufgaben. Da fällt auch die Manöverkritik, die es direkt nach den Übungen von Dirk Bosserhoff und Michael Bruckhausen gibt überwiegend positiv aus. „Natürlich haben sie auch einige Fehler gemacht, aber die machen erfahrene Feuerwehrleute auch“, sagt Detlef Berlin. „Um die Einsatzabläufe zu verinnerlichen, hilft nur beständiges Üben.“

>> DAS SIND DIE NEUEN FEUERWEHRLEUTE FÜR VOERDE

Melina Hermann, Daniel Lorenz, Jan Uhlenbaum, Frederik Terfurth, Antonio Zappala, Michael Schwarz, Michael Preisker, Linda Momm, Markus Damm, Sebeastian Lemm, Marcel van de Sand, Marc Hojka, Christoph Weßels, Marvin Gatz, Rainer Vahrenhorst, Marcel Fengels und Tabea Balz.

 
 

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