Viel Glück!

Mit der nun unterzeichneten Fusion der beiden Sparkassen in Wesel und Dinslaken zur Niederrheinischen Sparkasse RheinLippe, kurz Nispa, ist das letzte Kapitel der eigenständigen Dinslakener Sparkassengeschichte geschrieben. Es begann vor fast einem Jahr mit der Verlautbarung, dass die Sparkasse Dinslaken- Voerde-Hünxe in der Krise ist und die Hilfe der Trägerkommunen benötigt, um ihr Eigenkapital aufstocken zu können. Doch die Sicherheit über 30 Millionen, mit der die drei Kommunen in die Bresche sprangen, reichten nicht, um die Eigenständigkeit zu erhalten, sondern gerade, um mit einem Anteil von 40 Prozent der kleinere Partner in der Fusion zu werden.

Für den Kunden indes besteht aktuell der größte Skandal nicht im Niedergang der Sparkasse, sondern in der Form, wie mit der Misere umgegangen wurde. Niemand übernahm Verantwortung, niemand versprach Aufklärung. Stattdessen wurde gemauert, sich hinter dem Sparkassengesetz verschanzt, die Gebührenerhöhung mit blumigen Worten fast versteckt. Transparenz? Informationen für Bürger und Kunden? Fehlanzeige! Öffentlich wurde nur, was die Bürger zu leisten haben, während man den Eindruck gewinnen konnte, dass hinter den Mauern des Schweigens vieles so weiter lief wie bisher.

Dass die Kunden massenhaft der Sparkasse den Rücken kehrten, liegt nicht an erhöhten Gebühren. Es liegt einfach an der Art und Weise, wie die Sparkasse Dinslaken-Voerde-Hünxe mit der Krise und ihren Kunden umgegangen ist. Die Sparkasse hat ihren großen Vertrauenskredit in diesem Jahr selbst verspielt. Dass dieses letzte Kapitel ein Ende gefunden hat, macht nicht wirklich traurig.

So kann man der neuen Nispa für die Zukunft nur alles Gute Wünschen, vor allem ein glücklicheres Händchen im Umgang mit den Kunden und der Öffentlichkeit.

 
 

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