Unklare Verkehrsführung in Dinslaken

Michael Turek
Die derzeitige Situation auf der Friedrich-Ebert-Straße: Auf der Fahrbahn fehlen Piktogramme und die Signalanlage ist noch außer Betrieb.
Die derzeitige Situation auf der Friedrich-Ebert-Straße: Auf der Fahrbahn fehlen Piktogramme und die Signalanlage ist noch außer Betrieb.
Foto: Funke Foto Services
Auf der Friedrich-Ebert-Straße zwischen der Schlossstraße und der Duisburger Straße fehlen Piktogramme und Hinweisschilder.

Dinslaken.  Für die abschließenden Arbeiten wurde eine Sonderschicht an einem Sonntag gefahren. Am Muttertag wurden die Arbeiten an der Fahrbahndecke beendet. Seitdem rollt der Verkehr auf der Friedrich-Ebert-Straße. Doch er läuft nicht problemlos, wie ein Anwohner beobachtet hat. Das kann auch jeder feststellen, der sich am Rutenwall hinstellt und den Verkehr beobachtet.

So soll laut Theorie der Stadtverwaltung der Verkehr zwischen der Schlossstraße und der Kolpingstraße fließen: Die gewählte Ausbauweise sieht vor, den Kfz-Verkehr auf dem niveaugleichen Gleisbereich, wie bereits zwischen der Kolpingstraße und der Duisburger Straße, mitzuführen, heißt es in einer Vorlage, die im Bauausschuss behandelt worden ist. Der Radverkehr wird über Rampen auf einem Radfahrstreifen, der 1,85 Meter breit ist, auf der Fahrbahn geführt. Somit wird die bisherige Fahrbahnbreite von 12,85 Meter auf 7,10 Meter zuzüglich der beiden Radfahrstreifen auf 10,80 Meter reduziert. Die Folge: Fußgänger können die Straße erheblich besser überqueren.

So sieht es in der Praxis aus: Autofahrer, die von der Schlossstraße kommen und in Richtung Duisburger Straße unterwegs sind, müssen in Höhe des Hauses mit der Nummer 91 nach links auf die Gleise wechseln, um nicht auf eine Radweg-Rampe zu fahren. Einen Hinweis auf diese Führung gibt es nicht. Bis zur Einmündung der Straße Am Rutenwallweg liegen Radstreifen und Gleis niveaugleich. Das führt dazu, dass Autofahrer, die in den Rutenwallweg einbiegen wollen, schon frühzeitig nach rechts lenken und den Radstreifen als Abbiegespur nutzen. Auch hier fehlen Hinweise auf die Verkehrsführung. Ampeln, die für die freie Fahrt der Straßenbahn sorgen sollen, sind noch nicht in Betrieb (Hausnummer 91 und Einmündung Am Rutenwall).

Auch in der Gegenrichtung wissen nicht alle Autofahrer, wie sie sich verhalten, wo sie fahren sollen. Haben sie die Einmündung Kolpingstraße passiert, ziehen sie nach rechts auf den für Radfahrer vorgesehenen Streifen. Erblicken ein paar Meter später eine Rampe für Radfahrer und ziehen dann auf das Gleis. Hinter der Rampe, nachdem der Radweg einen Schwenk nach rechts gemacht hat, dürfen die Autofahrer nach rechts wechseln. Zwischen Gleis und Fahrbahn liegen aber immer noch weiße Steine, die als durchgezogene Linie aufgefasst werden. Und in der Fahrschule lernte man, dass durchgezogene Linien nicht überfahren werden dürfen. Hier muss sie der Autofahrer überfahren.

Die Umgestaltung der Querung Friedrich-Ebert-Straße sei noch nicht abgeschlossen, wie die Stadt auf Anfrage der NRZ erklärte. Es werden noch Piktogramme aufgetragen, um die Situation übersichtlicher zu gestalten. Dann, so Horst Dickhäuser, Pressesprecher der Stadt, müsste die Verkehrsführung für alle klar sein. Das werde „in Bälde“ geschehen, sagt Dickhäuser.