Unabhängige melden sich im Wahlkampf zu Wort

Voerde.  Die unabhängigen Ratskandidaten in Voerde machen Wahlkampf und beziehen Positionen - inhaltlich und strategisch. „Die WGV ist nicht parteilos, die WGV ist eine linke Partei“, poltert zum Beispiel Werner Ellenberger gegen die Wählergemeinschaft Voerde, die sich selbst eher als Zusammenschluss parteiloser Kandidaten versteht. Ellenberger sieht das anders: „Die WGV trägt alle Merkmale einer Partei: Es gibt eine gemeinsame Reserveliste, es gibt einen Vorstand, eine Website und ein Wahlprogramm. Es gibt kaum abweichendes Abstimmungsverhalten innerhalb der Fraktion unter Führung Christian Gardens“, so Ellenberger. Da die WGV gemeinsam mit Linken und Grünen nach einem Bürgermeisterkandidaten suchte, außerdem mit Plakaten und im Internet für die Umbenennung der B8 einstand, ist die WGV für Ellenberger „eine linke Partei“.

Hans-Peter Bergmann, der als parteiloser Ratskandidat für den Wahlbezirk 040 (Gasthaus Möllen) antritt, kritisiert den Plan, den Marktplatz in Voerde umzubauen und dadurch auf Impulse für die Innenstadt zu hoffen. „Die Stadt Voerde lebt von der Vielfalt der Dörfer bzw. Stadtteile mit jeweils eigener Geschichte, buntem Vereinsleben und unterschiedlicher Dynamik! Man muss mit allen Mitteln versuchen, alle Stadtteile, auch die Innenstadt, in gewisser Weise gleichmäßig zu fördern und ohne Neid vorhandene Defizite ausgleichen“, so Bergmann. Bei der Entwicklung der Stadtmitte müsse darauf geachtet werden, dass maßvoll und zielgerichtet vorgegangen wird. Eine weitere teure Umgestaltung des Marktplatzes allein bringe vermutlich kein einziges Einzelhandelsgeschäft zusätzlich, versprochene Landesmittel könnten mit ein wenig Kreativität „bestimmt auch sinnvoller in Voerde eingesetzt werden“. Bevor man in den Marktplatz investiere, sollte laut Bergmann „ein vernünftiges Konzept“ (Bedarfsanalyse, Ideensammlung, Marketing usw.) mit Bürgerbeteiligung entwickelt werden.

 
 

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