Trägerverein will Einsicht in Akten nehmen

Voerde.  Noch gibt es zwischen Stadt und Trägerverein des Jugend- und Kulturzentrums Stockumer Schule keinen Gesprächstermin, bei dem es um die Drohung aus dem Rathaus geht, die Nutzungsgenehmigung zu entziehen und den Mietvertrag für das Haus an der Schafstege zu künden. Beides hatte der 1. Betriebsleiter des Kommunalbetriebes (KBV), Wilfried Limke, dem Trägerverein Anfang Oktober in einem Brief als mögliche Schritte angekündigt und dies unter anderem mit wiederholter Lärmbelästigung, einer „Sachbeschädigung durch Sprayer“ und dem Anbringen von Plakaten mit politischen Meinungsäußerungen an Fassade und Fenstern begründet. Das von Limke wenig später gemachte Gesprächsangebot wurde vom Trägerverein bislang noch nicht beantwortet. Dieser will zunächst das Ergebnis der Akteneinsicht abwarten, die laut Vorstandsmitglied Martin Römer der Anwalt beantragt hat, um zu sehen, was im einzelnen vorgefallen sein soll. Zudem läuft die juristische Klärung des Veranstaltungsverbots, das die Stadt für ein Konzert im Oktober verhängt hatte.

Der Clinch zwischen ihr und dem Trägerverein war am Sonntag ein Thema bei der Vollversammlung der Jugendeinrichtung. Erfreulich war ein anderes: Die Mitglieder haben einstimmig dafür votiert, ab 1. Januar 2014 mit Peter Laumen die Arbeit im pädagogischen Bereich fortsetzen und dort wieder „richtig Vollgas“ geben zu wollen. Der 50-Jährige, der unter anderem „20 Jahre“ in einem Jugendzentrum gearbeitet hat, sei ein „Glücksgriff“, so Römer.

 
 

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