Theaterkarten für Jedermann

Rosali Kurtzbach
Foto: NRZ
Dinslaken prüft Kulturlogen-Beitritt

Dinslaken.  „Die Tafel? Die Menschen, die da hin gehen, haben doch keine Lust aufs Theater“, wenn Brigitta Blömeke, stellv. Vorsitzende der Kulturloge Ruhr, solche Sätze hört, und sie fallen durchaus, wie sie im Dinslakener Kulturausschuss erklärte, schüttelt sie den Kopf: „Viele Menschen mit geringem Einkommen möchten an Kulturveranstaltungen teilnehmen, können es sich aber einfach nicht oder nicht mehr leisten. Als ich eine Tafel ging und dort für unser Angebot geworben habe, hatten sich sofort zehn Interessierte gemeldet,“ sagte sie am Mittwoch auf Antrag der Linken in Dinslaken für die Kultur-Initiative warb.

Seit 2010 vermittelt die Kulturloge Ruhr ehrenamtlich an ihre Kulturgäste Karten, die Veranstalter dem Verein zur Verfügung gestellt haben. Das sind oft Restkontingente, aber nicht nur.

1500 Gäste, 100 Partner

Mittlerweile hat die Kulturloge Ruhr über 100 Partner und 1500 Kulturgäste, darunter drei aus Dinslaken. Bislang konnte sie 10 000 Karten vermitteln. „Partner zu finden, ist nicht schwierig. Eher die Gäste“, sagt Brigitta Blömeke, die sich über jeden Dinslakener Veranstalter, der mitmacht freut, aber auch sagt, dass es besser wäre, eine feste Anlaufstelle in Dinslaken zu haben. Dazu bräuchte man ehrenamtliche Helfer und einmal oder zweimal in der Woche für wenige Stunden, einen Raum und Telefonanschluss. Ob das in Dinslaken möglich wäre, soll jetzt die Verwaltung prüfen.