Stellungnahme zur Deponie

Michael Turek

Dinslaken.  Einstimmig haben die Mitglieder des Planungsausschusses der Stellungnahme der Stadt zu den Deponieplänen von Thyssen Krupp zugestimmt. Bekanntlich will das Unternehmen die Deponie Wehofen erweitern, um dort auch künftig Abfälle aus der Stahlproduktion entsorgen zu können. Die Bezirksregierung hatte verfügt, dass die vom Unternehmen nachgereichten Unterlagen öffentlich ausgelegt werden müssen. Träger öffentlicher Belange waren aufgefordert worden, eine weitere Stellungnahme abzugeben.

Im ihrem Schreiben an die Bezirksregierung fordert die Stadt, dass die Störungen der angrenzenden Wohnbevölkerung durch die Beleuchtung der Deponie, der Regelbetrieb ist dort von 6 bis 17 Uhr, so gering wie möglich gehalten werden müssten.

Zudem verlangt die Stadt eine lückenlose Überprüfung der stattfindenden Belastung durch die gelagerten Materialien. Und es dürften auf der Deponie Wehofen nur Stoffe bis zur Deponieklasse I abgelagert werden. Aus Sicht der Stadt sei es Thyssen Krupp durchaus zuzumuten, unterschiedliche Abfälle auch auf unterschiedlichen Deponien zu entsorgen. So der Kommentar der Stadt zur Abfrage des Unternehmens bei bereits genehmigten Deponien. Laut Thyssen Krupp sei keine Deponie in geringer Entfernung in der Lage, alle vom Unternehmen angegebenen Abfallarten aufzunehmen. Die Stadt meint, da Abfälle aus dem Produktionsprozess so weit wie möglich wieder verwertet werden, würden sie sortiert und getrennt beim Antragsteller vorliegen. Ein einzelner Transport zu unterschiedlichen Deponien sei somit möglich.

Zudem beschäftigten sich die Ausschussmitglieder mit dem Regionalplan, der neu aufgestellt werden soll. Darin wird geregelt, wie viele Flächen eine Stadt für die Wohnbebauung oder für die Ansiedlung von Unternehmen ausweisen dürfe. Noch ist dabei alles im Fluss. Doch muss sich aus Sicht der Stadt Dinslaken noch etwas bewegen. Wie im Ausschuss berichtet wurde, sieht der Plan bislang für Dinslaken keine zusätzlichen Gewerbeflächen vor.

Das hänge damit zusammen, dass die Grundlage für die Datenerhebung der 1. Januar 2014 war. Und damals verfügte die Stadt noch über gut sechs Prozent Reserveflächen. Davon seien einige aber bis heute aktiviert worden, so Planungsdezernent Dr. Thomas Palotz. Er kündigte an, dass die Verwaltung prüfen werde, ob man Grundstücke, die seit Jahren als Gewerbefläche ausgewiesen sind und deren Eigentümer nichts unternehmen, um dort Firmen anzusiedeln, wieder als Grünland ausweisen könnte. Man mache sich Gedanken, ob so etwas mit Hilfe einer Satzung geschehen könnte.