Sprachakrobaten treffen Klangkomiker

Butterfahrt 5.
Butterfahrt 5.
Foto: Christel R. Radix
Die Kabarettisten von Restkultur und die St. Paulus Gospelsingers sind die Gäste der nächsten Auflage des Showformats „Butterfahrt 5 kollidiert“ im Ledigenheim Lohberg

Dinslaken..  Sprachakrobaten treffen Klangkomiker: Butterfahrt kollidiert mit Restkultur. In der dritten Ausgabe ihres Showformates im Ledigenheim Lohberg werden die Musik-Comedians am Samstag, 18. April, um 20 Uhr , die Lokalkabarettisten von Restkultur zu Gast haben. Als musikalisches Sahnehäubchen mit Überraschungseffekt kommen die St. Paulus Gospel Singers aus Voerde vorbei. „Alle Beteiligten freuen sich tierisch“, berichtet Butterfahrtsänger Philipp Stempel. Und wie schon beim letzten „Kollisionskurs“ der Butterfahrer mit René Steinberg und dem Akkordeon-Orchester Dinslaken / Oberhausen sind bereits jetzt schon die Hälfte der Eintrittskarten vergeben.

Seit 2006 mischen Restkultur mit großem Erfolg die regionale Kulturszene auf. In atemberaubender Frequenz zaubern sie neue Ideen auf die Bühne. Anfang des Jahres widmeten sie einen kompletten Abend der Bildung im Allgemeinen und der Waldorfschule im Besonderen, erst am Freitag rappten sie in der Nacht der Bibliotheken und machte sich ihre eigenen Gedanken zur Krise der Sparkasse Dinslaken-Voerde-Hünxe. Und für den Mai haben sie die Premiere des neuen Programms „Restkultur verkehrt mittendrin“ angekündigt.

Vorher aber wollen sie noch mit Butterfahrt kollidieren. Nicht nur, weil Restkultur eine ähnlich große Leidenschaft für Musik und absurden Humor besitzt. Sondern auch, weil sie mit Butterfahrt einen Hang zur Guerilla-Comedy pflegen und weil sich Thomas Hecker (Restkultur) und Philipp Stempel (Butterfahrt) sich schon aus früheren Jahren kennen. Anfang der 90er musizierten sie sogar zusammen und hatten großen Spaß daran, auch wenn der Auftritt bei einer Weihnachtsfeier im Seniorenheim Voerde nicht den ganz großen Durchbruch zur Folge hatte. Unvergessen geblieben ist ihnen aber der Ausruf einer schwerhörigen Bewohnerin: „Geht das auch leiser?“

Experimentierfreude

Für die Kollision am 18. April haben sie schon ein paar absurde Pläne ausgeheckt. Durchaus möglich, dass Figuren aus dem Restkulturprogramm unverhofft einem Charakter aus der Butterfahrt begegnen, beispielsweise im Rahmen eines VHS-Seminars „Rockgitarre für Alleinerziehende“ oder beim Besuch zweier nörgelnder Rentner im Wellnessparadies, untermalt von esoterischer Musik durch eine Chi-Gong-Kapelle.

Dass die Gospel Singers das Abenteuer mit Butterfahrt eingehen, ist Beleg genug für ihre Experimentierfreude. Chorleiter Stefan Büscherfeld hat den Chor nie einzig und allein auf die klassischen Gospelgesänge a la „Oh happy Day“ oder „Let there be praise“ beschränkt, sondern auch für andere Stilrichtungen geöffnet. Da zögerten die etwa 30 Sänger keine Sekunde, als der Gedanke aufkam, mit Butterfahrt 5 im Ledigenheim Lohberg aufzutreten.

Auf Überraschungen darf sich das Publikum am 18. April auch freuen, wenn Butterfahrt 5 alleine auf der Bühne steht. Die fünf Herren haben sich eine ganze Reihe von neuen Nummern ausgedacht, in denen sie Hits, die man zu kennen glaubt, in wahrlich unglaublichen Versionen präsentieren.

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