Sparkasse informierte über Fusion

Dinslaken/Voerde/Hünxe..  Nicht viele Neuigkeiten erfuhren nach NRZ-Informationen die Ratsvertreter aus Dinslaken, Voerde und Hünxe, die am Montag zu einer nichtöffentlichen Sitzung in die Aula des Gymnasiums Voerde geladen waren. Dort sollten sie über den Stand der Dinge zur Sparkassen-Fusion informiert werden. Wie die NRZ berichtete, soll die Fusion nun aus steuerrechtlichen Gründen zum 1. Januar 2016 vollzogen werden (geplant war 2015), alle erforderlichen Genehmigungen sollen vorliegen oder seien in Aussicht gestellt. Technisch sollen die beiden Institute dann aber erst im Herbst zu einem System verschmolzen werden. Offen blieb auch gestern, wie und wann die unterschiedlichen Gebührenordnungen harmonisiert werden sollen. Man gehe weiterhin davon aus, dass der geplante Stellenabbau ohne Kündigungen vonstatten gehen kann, über einzelne Standorte oder Filialschließungen sei nicht berichtet worden. Geäußerte Kritikpunkte von Seiten der Politik am Tag nach der Veranstaltung bleiben fehlende Transparenz und mangelnde Vergangenheitsbewältigung in der Frage, wie es zu der finanziellen Schieflage der Sparkasse kommen konnte.

Als ernsthaft wurde die Frage eingestuft, ob Voerde aufgrund der desolaten Haushaltslage überhaupt die Sicherheiten für die Dinslakener Sparkasse garantieren darf (die NRZ berichtete), man gehe aber zunächst davon aus. Dem Vorschlag, dass der Kreis Wesel zur Not für Voerde in die Bresche springen soll, wurde alleine aufgrund des engen Zeitplans kaum eine Chance eingeräumt, man rechnete zudem mit Widerspruch aus den nicht an der Fusion beteiligten Kommunen.

In Sondersitzungen sollen alle Räte am 4. November beschließen, dass die Zweckverbandsversammlung einen Tag später die Fusion absegnet. Dabei könnte auch erstmals über den Geschäftsbericht 2014 diskutiert werden.

 
 

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