Siemens baut in Voerde rund 150 Stellen ab

AFP PHOTO / MICHELE TANTUSSI
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Siemens plant in seiner Geschäftseinheit für Getriebe und Kupplungstechnologie umfassende Veränderungen, von denen auch der Voerder Standort in Friedrichsfeld betroffen ist.

Voerde..  Um die „dauerhafte Nachfrageschwäche“ bei Windkraftgetrieben aufzufangen, will der Konzern den Fokus auf das Wachstum im Industriegeschäft legen und Fertigungseinheiten sowie Logistik- und Verwaltungsaufgaben zusammenführen. In Folge wird Siemens innerhalb der nächsten vier Geschäftsjahre deutschlandweit bis zu 500 Stellen in der Einheit „Mechanical Drives“ abbauen. Am Standort Voerde sollen im Zeitraum 2013 bis 2016 insgesamt rund 150 Arbeitsplätze wegfallen – darunter jeweils 40 Stellen im Montagebereich der Siemens AG (ehedem Flender) und der Winergy AG. Weitere 70 Arbeitsplätze würden durch Synergieeffekte etwa in der Verwaltung abgebaut, sagte Georg Lohmann, Sprecher der Siemens AG, gestern im Gespräch mit der NRZ. In den nächsten zwei Wochen würden Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern über den geplanten Stellenabbau geführt, der „moderat und sozialverträglich“ verlaufen soll. Von betriebsbedingten Kündigungen werde nicht gesprochen.

Winergy AG wirdin Siemens AG integriert

In einem ersten Schritt ist geplant, Service und Montage des Standortes Herne mit etwa 100 Arbeitsplätzen nach Voerde zu verlagern. 80 Stellen aus Herne sollen am Standort Bocholt angesiedelt werden.

Der Siemens-Konzern sieht durch die Umstrukturierung die drei Standorte Voerde, Bocholt und Bocholt-Mussum als seine „Antriebsachse“ für die Geschäftseinheit „Getriebe und Kupplungstechnologie“ gestärkt. Von dort aus würden auch weiterhin „die Getriebe-Hochtechnologie und der europäische Markt bedient“, erklärte Theo Maas, Leiter der Geschäftseinheit „Mechanical Drives“. Er sei davon überzeugt, dass die geplanten Maßnahmen die richtigen sind, die Herausforderungen des Geschäftes heute und in Zukunft „erfolgreich zu meistern“.

Zu den Veränderungen am Standort Voerde gehört auch, dass die Winergy AG in die Siemens AG integriert wird. Es gehe um die Überführung in eine andere Rechtsform, sagt Siemens-Sprecher Georg Lohmann. Winergy werde weiter aber unter dem Produktnamen existieren, die Marke werde es weiter geben, ebenso den Fachvertrieb. Details zur Fortführung der Marke und damit zum Marktauftritt würden zurzeit erarbeitet.

 
 

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