Schritte der Begegnung unternehmen

Dinslaken..  Im Namen des Ev. Kirchenkreises Dinslaken und des kath. Dekanates verurteilen Superintendent Pfarrer Friedhelm Waldhausen und Dechant Pfarrer Gregor Kauling in einer gemeinsamen Erklärung den „terroristischen und mörderischen Anschlag“ auf das Satire-Magazin Charlie Hebdo in Paris: „Wir sind geschockt und entsetzt und gedenken der ermordeten und verletzten Journalisten und Polizisten sowie der Opfer der Geiselnahme und trauern mit den Angehörigen, Kolleginnen, Kollegen, Freunden und Freundinnen. Wir sind bewegt und fühlen uns verbunden mit den unzähligen Menschen, die ihren Schock, ihre Betroffenheit, ihre Sorgen und ihre Solidarität mit den Opfern an unterschiedlichen Orten auf verschiedenste Arten in stillem Gedenken, erstarrt, bei Kerzenschein oder im Gebet über dieses Massaker und seine Folgen bekunden. Dieser Terroranschlag in Paris geschah wie alle anderen Terroranschläge weltweit nicht im Namen des Islam, denn der Islam verbietet menschenverachtende Taten. Er steht wie alle Religionen in seinem wahren Kern für weltweiten Frieden, Toleranz sowie gelingendes Leben und tragende Gemeinschaft durch Orientierung an Gott, Schöpfer und Quelle des Lebens. Wir sind besorgt, weil Anschläge wie der auf das Satire-Magazin Charlie Hebdo und damit auf die Pressefreiheit insgesamt sowohl die Demokratie als auch die Meinungsfreiheit gefährden. Deshalb rufen wir dazu auf, sich von Gewalt sowie Hetze und Diffamierung Andersgläubiger egal wo auf dieser Welt zu distanzieren und stattdessen Schritte der Begegnung zu unternehmen, um im Dialog der unterschiedlichen Religionen und Kulturen zu einem Frieden in unserer Gesellschaft und darüber hinaus beizutragen.“

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