Schlagabtausch über Kanal-Tüv

Die Kanalprüfung sorgt für Diskussionen.
Die Kanalprüfung sorgt für Diskussionen.
Foto: WAZ FotoPool / Ingo Otto
Die CDU-Hünxe sorgt mit ihrem Resolutions-Antrag an die Landesregierung, die Dichtheitsprüfung für private Abwasserhaushalte auszusetzen, für hitzige DebatteDie CDU-Hünxe sorgt mit ihrem Resolutions-Antrag an die Landesregierung, die Dichtheitsprüfung für private Abwasserhaushalte auszusetzen, für hitzige Debatte

Hünxe..  Der Kanal-Tüv sorgt in Hünxe für eine hitzige Diskussion. Der Antrag der CDU-Fraktion, in einer Resolution an die Landesregierung zu appellieren, die Dichtheitsprüfung für private Abwasserleitungen bis zur Verabschiedung einer bundeseinheitlichen Regelung auszusetzen, wurde im Haupt- und Finanzausschuss zum Anstoß eines politischen Schlagabtausches. Der Wahlkampf scheint eröffnet zu sein: „Geschockt“ zeigte sich Heike-Kohlhase, Fraktionsvorsitzende der Hünxer Grünen über das Ansinnen der CDU.

„Es ist eine fahrlässige und gefährliche Diskussion, die über das Trinkwasser geführt wird“, so Kohlhase. Die CDU hält die Überprüfung für überflüssig und sprach von „Abzocke“. Es gebe keine Untersuchungen, die wissenschaftlich den Nutzen deutlich zeigten. Dem widersprachen SPD und Grüne.

Doch die CDU blieb bei ihrem Kurs. Natürlich wolle sie das Trinkwasser schützen, aber „auch den Geldbeutel der Bürger“, wie Eduard Strych, CDU-Fraktionsvorsitzender sagte. Kopfschütteln bei der SPD. Dass die Prüfung den Bürger, wie es in der Resolution heißt, „mit voller Wucht“ treffe, sei „reine Polemik“, sagte SPD-Fraktionschef Stephan Barske. Eine Prüfung koste gerade mal 300 Euro. „Wir alle sind verantwortlich für unser Grundwasser“, so Barske.

Letztlich setzte sich die CDU mit einer Stimme Mehrheit durch. Jetzt muss der Rat entscheiden.

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