RVR: Lärm auch am Gleis mindern

Voerde..  Der Regionalverband Ruhr (RVR) beruft sich in seiner Stellungnahme zum Betuwe-Planfest-stellungsverfahren für den Teilabschnitt 1.4 (Voerde ab Stadtgrenze Dinslaken bis etwa Höhe Grenzstraße) auf Empfehlungen der von ihm zum Streckenausbau initiierten Ideenwerkstatt. Zum „bestmöglichen Lärmschutz“ gehörten ergänzend zu Lärmschutzwänden auch Lärmminderungsmaßnahmen am Gleis. Die Ideenwerkstatt, in der laut RVR konkrete Lösungsansätze für die drei Bereiche Dinslaken, Hamminkeln, Wesel untersucht wurden, nennt Schienenstegdämpfer, lärmmindernden Oberbau und das „Besonders überwachte Gleis“ als Möglichkeiten.

„Soziale Kontrolle ermöglichen“

Die in der Ideenwerkstatt nicht nur zum Thema Lärmschutz erarbeiteten Vorschläge ließen sich prinzipiell auch auf Voerde übertragen. Ein weiteres Ergebnis lautet, dass Lärmschutz und Städtebau miteinander verzahnt werden müssten. Dabei haben die drei Expertenteams auch den Bahnhof als Eingangstor zur Stadt im Blick.

Zudem wird die soziale Sicherheit an den Haltepunkten angeführt. Diese sei durch Transparenz und Übersichtlichkeit der baulichen Gestaltung zu gewährleisten. Am Bahnhof Voerde ist neben zwei Außenwänden auch eine Wand zwischen den Gleisen geplant – alle nicht durchsichtig; ein Blick von außen in den Bahnhof ist nicht möglich, eine Sichtbeziehung zwischen den Bahnsteigen fehlt. Um das Sicherheitsgefühl der Fahrgäste nicht zu beeinträchtigen und eine soziale Kontrolle zu ermöglichen, empfiehlt der RVR an den Außenbahnsteigen transparente Lärmschutzelemente.

Auch plädiert der Verband dafür, dass die Bahn mit der Stadt Voerde eine Lösung für die Radverkehrsführung im Bereich des Bahnhofs erarbeitet. Momentan verlaufe die Trasse des die Innenstädte von Dinslaken und Voerde miteinander verbindenden Fuß- und Radwegs in Voerde parallel zu den Gleisen auf der Eisenbahnbrücke Steinstraße neben dem Bahnsteig in Fahrtrichtung Wesel. Die Planunterlagen zum Neubau des Bahnhofs Voerde und zur Verbreiterung der Brücke über die Steinstraße sähen eine derartige Radverkehrsführung nicht mehr vor. „Eine Sicherung der Ersatzmaßnahmen sollte zum Bestandteil dieses Verfahrens werden“, so der RVR.

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