Rückenwind für das Begehren

Dinslaken..  Die Initiatoren des Bürgerbegehrens gegen die Erhöhung der Aufsichtsratsbezüge erhalten weitere Unterstützung. Und die kommt in Teilen aus bemerkenswerter Richtung. So teilt Patrick Müller, Vorsitzender der Dinslakener Jungsozialisten, also der SPD-Nachwuchsorganisation, mit: „Nach intensiven Beratungen im Vorstand haben wir uns dafür entschieden, das Bürgerbegehren zu unterstützen.“ Und dabei hatte die SPD gemeinsam mit der CDU die Erhöhung der Aufsichtsratszuwendungen auf den Weg gebracht. „Wir müssen als politische Jugendorganisation an die Zukunft der Stadt denken und dabei muss die finanzielle Handlungsfähigkeit gewährleistet sein“, argumentiert der Juso-Vorsitzende.

Besorgt um die Sparkasse

Des Weiteren zeigen sich die Jusos besorgt um die rund 450 Mitarbeiter der Sparkasse. „Es darf nicht sein, dass durch die Fehlentscheidungen einzelner Zukunftsängste bei Mitarbeitern der Sparkasse entstehen.“ Den Gedankenspielen einer Fusion mit der Sparkasse Duisburg oder dem Einstieg des Kreises Wesel stehen die Jusos offen gegenüber.

Auch in den Reihen der Bündnis-Grünen sucht man nach einer Position zum Thema Bürgerbegehren. Dinslakens Parteisprecher Malte Kemmerling bestätigte gestern der NRZ, dass heute eine Mitgliederbefragung auf den Weg gebracht wird. Die derzeit 40 Dinslakener Bündnis-Grünen sollen dann binnen einer Woche entscheiden, ob sich die Partei dem Bürgerbegehren anschließt. „Das ist Basisdemokratie“, so Kemmerling. Wie bei den Grünen üblich, hatte man für die Ratsentscheidung über die Erhöhung der Aufsichtsratsvergütungen nicht nach einer gemeinsamen Linie gesucht: Die Fraktion stimmte einmal Ja, einmal Enthaltung und zweimal Nein.

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