Rudelgucken mit Mörderjagd

Dinslaken.  Leinwand und Beamer sind schon bereit für das Krimierlebnis in der Kneipe „Der Club“ in der Dinslakener Altstadt. Yannick Pieper und Moritz Weber-Frerigmann, die gemeinsam mit Philipp Beerwerth die Reihe „Tatort gucken im Club“ organisieren, warten auf Besucher zum gemeinsamen „Tatort“-Schauen.

Wie kommt man denn auf so eine Idee? „Ich kenne das aus Universitätsstädten“, sagt Moritz Weber-Frerigmann. „Am Sonntagabend sind die meisten Kneipen nicht so voll und damit kann man das Ganze etwas beleben“, erklärt er weiter. Normalerweise organisiert das Trio im Sommer Kinoerlebnisse draußen. Die neue Reihe im „Club“ haben sie sich für die Winterpause vorgenommen. „Wir schauen selbst ganz gerne Tatort und am Sonntagabend gibt es auch kaum etwas anderes zu tun“, sagt Yannick Pieper.

Zur Premiere der neuen Reihe sitzen im Nebenraum des „Clubs“ schon einige Gäste an den Tischen. Die Organisatoren nehmen mit einigen Freunden Platz und schauen sich schon gemeinsam die Tagesschau an. Dann beginnt der „Tatort“: Titelsequenz und Eröffnungsszene ziehen schon die Aufmerksamkeit auf die Leinwand, aber mangels Dialog wird an den Tischen noch etwas weiter geplaudert. „Einige Besucher wollen einfach ein wenig Entertainment zum Abendessen“, kommentiert Moritz Weber-Frerigmann. So gehen die ersten Ermittlungsminuten ein wenig unter.

Nach einer guten halben Stunde lichten sich die Reihen. Ein gutes Dutzend Gäste bleibt vor der Leinwand sitzen, um die Arbeit des Ermittlerteams aus Bremen zu verfolgen.

Alle zwei Wochen ein Abend

Gemütsregungen der Besucher bleiben dabei weitestgehend aus. An einigen Stellen sorgen Dialoge oder die Szenen für vereinzelte Lacher bei den Zuschauern. Hier und da werden einige Entwicklungen auf der Leinwand kommentiert. Am Ende ein Krimi-Erlebnis, das die Zuschauer nicht unbedingt vom Hocker reißt. „Bremen ist nicht gerade der Tatort schlechthin. Ich denke, ein Tatort aus Münster wäre lustiger geworden“, kommentiert Moritz Weber-Frerigmann.

Ansonsten sind die Organisatoren allerdings ganz zufrieden mit dem Auftakt der neuen Reihe „Tatort gucken im Club“.

Am Sonntag, 13. November, steht für den nächsten Termin zum Krimischauen ein besonderes Ereignis an: Dann wird der 1000. „Tatort“ gesendet und natürlich im „Club“ verfolgt. „Wir sind gespannt, wie viele Besucher dann kommen werden“, sagt Yannick Pieper. „Vermutlich muss sich das erstmal herumsprechen.“ Bis zum Jahresende soll es alle zwei Wochen eine weitere Ausgabe des gemeinsamen Krimischauens im „Club“ geben. „Wenn es gut läuft, könnten wir uns auch vorstellen, das zu erweitern“, sagt Yannick Pieper.

 
 

EURE FAVORITEN