Reitsportgeschäft bietet Thermografie-Analyse in Dinslaken an

Andreas van Laak bietet in Dinslaken die Thermografie-Analyse für Reitsättel an - dabei wird das Gewicht optimal auf dem Rücken des Pferdes verteilt.
Andreas van Laak bietet in Dinslaken die Thermografie-Analyse für Reitsättel an - dabei wird das Gewicht optimal auf dem Rücken des Pferdes verteilt.
Foto: WAZ FotoPool
Thermografie-Analyse für Sättel? Davon haben wohl die wenigsten gehört, doch das Verfahren kann helfen, die Gesundheit des Reittiers zu schonen. Per Wärmebild wird der Druck auf dem Rücken des Pferdes untersucht - und optimal verteilt.

Dinslaken.. Liberty Lady steht unter der Wärmebildkamera. Nach ein paar Sekunden ist die Aufnahme des Rückens im Kasten und Julia Baginski kann ihr Pferd satteln. Nach dem Reiten wird noch mal ein Bild gemacht, um die Sattellage mit der Thermografie-Analyse überprüfen zu können. Diesen Service bot das Reitsportgeschäft van Laak an der Försterstraße am Samstag bei seinem zweiten Satteltag an.

Mit dem Verfahren der Thermografie-Analyse, das Geschäftsinhaber Andreas van Laak als einziger in der Region anwendet, kann er den Sitz des Sattels genauer prüfen als mit dem bloßen Auge. Dies tut er in Zusammenarbeit mit Volker Carl, der sonst zerstörungsfreie Werkstoffprüfung macht und seine Arbeitsausrüstung auch für die Thermografie-Analyse nutzen kann. Er liefert die Messtechnik, Andreas van Laak das Fachwissen. „Normalerweise prüfe ich Turbinenschaufeln“, meint Volker Carl schmunzelnd. Am Samstag waren es eben Pferderücken.

Die richtige Passform

Julia Baginski kommt vom Reitplatz zurück und führt Liberty Lady wieder unter die Kamera. Doch nicht nur der Rücken des Vierbeiners wird aufgenommen, auch die Unterseite des Sattels wird im Bild festgehalten, um zu sehen, wie Druck und Wärme verteilt sind. Andreas van Laak analysiert das Ergebnis am Laptop: Der Druck ist vorne, hinten liegt der Sattel nicht auf. Doch in diesem Fall kann schnell Abhilfe geschaffen werden. Innerhalb von ein paar Minuten baut van Laak, der sich als Sattelingenieur versteht, ein blaues Kopfeisen in die Sattelkammer ein. Die wird so kleiner und liegt besser auf dem Pferd und der Sattel damit wieder im Schwerpunkt.

Wie muss er denn überhaupt sitzen, der optimale Sattel? „Gleichmäßig liegen“, so Manfred Riechert, Mitarbeiter von Waldhausen Reitsport Sattlerwarenfabrik, fünf Dinge müsse man beachten: In der Sattelkammer muss genug Platz sein, damit sie nicht auf den Widerrist drückt, die Kammerweite soll parallel zur Schulter des Pferdes sein, der tiefste Punkt des Sattels soll in der Mitte und das Sattelkissen gleichmäßig auf dem Pferderücken liegen und der Sattel darf nicht zu lang sein.

Neuerungen gewöhnungsbedürftig

Julia Baginski testet ihren angepassten Sattel, eine weitere Aufnahme zeigt: Ein Unterschied ist im Bild sichtbar, die Farbflächen sind nun anders verteilt, der Sattel sitzt besser – auch wenn sich Pferd und Reiterin noch daran gewöhnen müssen. Trotzdem findet Julia Baginski, dass die Thermografie-Analyse eine „super Sache“ ist. Auch wenn sie gedacht hätte, dass ihr Sattel besser passt, ist sie froh, dass sie die Analyse hat machen lassen, denn sie möchte nicht, dass der Sattel dem Pferd Schmerzen zufügt.

Abgerundet wurde das Angebot des Satteltags durch Firmen, die ihre Sättel und Sicherheitshelme vorstellten und die Fragen der Pferdebesitzer beantworteten.

 
 

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