Radfahrer besser vor Autos schützen

Planung Augustastraße. Der geplante Kreisverkehr im Rahmen der Erneuerung ist im Prinzip eine gute Idee. So wird es den Autofahrern erleichtert, die Radfahrer im Blick zu haben. Auf der Luisenstraße funktioniert dies gut. Nur, wie sieht es in der Praxis aus? Auf der Augustastraße herrscht schließlich viel Verkehr. Völliger Quatsch ist jedenfalls der sonstige Verzicht auf einen Radfahrweg. (...) Die Straße ist bekanntlich nur 7 Meter breit und wird durch einen Mittelstreifen verengt. Wenn der „Verkehrsexperte“ jetzt beachten würde, dass bei einer Überholung eines Radfahrers ein Mindestabstand von 1,50 Metern einzuhalten ist, dann wird die neue Streckenführung zu laufenden Verkehrsverstößen führen! Man sollte vielmehr zeitgemäß den Autoverkehr entlasten und Bürger zum Radfahren motivieren. (...)

Dem Ansatz - die Autofahrer sehen die Radfahrer ständig, wodurch die Sicherheit erhöht wird - ist ja zuzustimmen. Aber man sollte die Radfahrer auch vor den etlichen Überholvorgängen schützen etwa durch eine Leitplanke/Erhöhung des parallelen Radweges o.ä.. Die Niederländer zeigen hier eine Vielzahl kreativer Möglichkeiten auf.

Eine gestrichelte Linie aufgemalt auf die Straße ist dagegen ein Witz.

Der Radfahrer würde davon höchstens profitieren, wenn die Linie durchgezogen wäre und das Überfahrverbot für Autofahrer regelmäßig kontrolliert würde. Besser wäre ein physischer Schutz, der gerade schwächeren Radfahrern ein Gefühl von Sicherheit vermittelt!