Quartiersmanagement im Blick

Neujahrsempfang der Dinslakener Grünen mit vielen Gästen im Restaurant Kulisse der Kathrin-Türks-Halle.
Neujahrsempfang der Dinslakener Grünen mit vielen Gästen im Restaurant Kulisse der Kathrin-Türks-Halle.
Foto: WAZ FotoPool
Der Vorstand der Dinslakener Grünen nannte als wichtige Aufgabe für 2014 die Vernetzung. Viele Gäste folgten der Einladung ins Restaurant Kulisse der Kathrin-Türks-Halle.

Dinslaken.  Viele waren gestern der Einladung zum Neujahrsempfang der Grünen in das Restaurant Kulisse der Kathrin-Türks-Halle gefolgt, darunter auch Mitglieder anderer Parteien und Bürgermeister Michael Heidinger. Beate Stock-Schröer und Malte Kemmerling vom Parteivorstand freuten sich, mit so zahlreichen Gästen ins Gespräch zu kommen und in ein spannendes Wahljahr zu starten.

Ein zentrales Stichwort für die Grünen in 2014: Quartiersmanagement. Ein weiteres, das damit eng verbunden ist, lautet Vernetzung. Die Stadtquartiersentwicklung sei ein schwieriges Thema, ist sich Malte Kemmerling bewusst, die Belange von jungen Leuten, Familien und Senioren müssten berücksichtigt werden, die Altstadt müsse zu einem Gegenpol zur Neutorgalerie werden.

Auch beim Verkehrs- und Nahversorgungskonzept fordern die Grünen, vernetzend durch das gesamte Stadtgebiet zu denken: Wie lange sind die Ampelschaltungen, wie sehen Beleuchtung und Straßenpflaster aus? Wie können die Fahrpläne der öffentlichen Verkehrsmittel optimiert werden? In dieser Hinsicht sei in den letzten fünf Jahren nicht viel passiert, so Kemmerling. Eine Ausweitung der Fahrradstationen ist für die Grünen ebenso denkbar. „In Dinslaken ist alles gut zu erreichen“, meint Beate Stock-Schröer, das Verkehrsaufkommen sei aber „Wahnsinn“.

Bürger mit einbeziehen

Mehr Transparenz wünschen sich die Grünen beim Thema Finanzen. Demnächst soll im Rat das „Bonner Modell“ vorgestellt werden: Eine Tabelle listet nicht nur die verschiedenen Budgets auf, sondern auch, welche Beträge wofür ausgegeben werden. Für die Grünen ist ein solches Modell die erste Stufe für mehr Transparenz, die zweite wäre, die Bürger bei Themen, bei denen die Kommune Spielraum habe, in einer Art Bürgerhaushalt nach ihren Bedürfnissen zu befragen, beispielsweise wenn es um Spielplatzstandorte gehe, wie es in Köln praktiziert werde. Man solle den Bürgern zeigen, „dass sie nicht nur einmal in fünf Jahren bestimmen können“, sagt Beate Stock-Schröer.

Beim Thema Schule ziehen die beiden Grünen-Sprecher ein erstes positives Fazit, mit Blick auf die Sekundarschule und die Moltkeschule seien hier gute Ansätze vorhanden, es gelte jedoch, die Schulstrukturen weiter zu festigen. Weitere Aspekte sind die Bereiche Umwelt und Kultur – hier sehen die Grünen durchaus Möglichkeiten, sich auch mit anderen Kommunen zu vernetzen.

In den nächsten Wochen werden Arbeitsgruppen gebildet, die sich näher mit den einzelnen Themen befassen und eine Bilanz der bisherigen Arbeit ziehen sollen. Das Programm soll Ende März stehen und nach den Osterferien geht es in die heiße Wahlkampfphase. Ebenfalls im Februar und März wollen sich die Grünen mit den anderen Parteien abstimmen und nach Gemeinsamkeiten schauen, denn einen eigenen Bürgermeisterkandidaten stellen sie nicht: „Wir gucken, wie am 25. Mai das Ergebnis ist.“

 
 

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