Noch weniger Quecksilber wäre besser

Voerde.  Jedes Gramm Quecksilber, das über die Schornsteine austritt, sei zuviel. Dieser Ansicht ist Christian Garden, Vorsitzender der VWG-Ratsfraktion. Aufgrund unserer Berichterstattung über den Quecksilberausstoß der Voerder Kohlekraftwerke appelliert Garden, weitere Anstrengungen zu unternehmen, um den Ausstoß zu reduzieren. Spannend sei es für ihn, dass gerade in den USA Grenzwerte gelten, die weitaus niedriger sind, als die in Deutschland. Und Garden verweist auf das Schwermetall Blei, das Anfang der 1990er Jahre aus dem Benzin verbannt wurde.

Garden appelliert an die Verantwortlichen, alles technisch Mögliche zu unternehmen, um den Ausstoß weiter zu reduzieren. Hierbei sieht er die Kommunalpolitiker in der Pflicht, da die Steag ja einem Zusammenschluss von Stadtwerken gehöre.

Der Vergleich mit den amerikanischen Grenzwerten zeige auch, dass die europäischen Vorgaben nicht „so scharf“ seien. Für die beiden Blöcken des Kraftwerkes West wurde im Jahresmittel 2015 ein Quecksilber-Emissionswert von 1,68 beziehungsweise 2,18 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft erreicht, für die zwei Blöcke des Kraftwerks Voerde ein Wert von 1,71 bzw. 1,92 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft.