Nicht geräumte Radwege verärgern Radler

Dinslaken..  Drei Tage, dann war die weiße Pracht an vielen Stellen wieder verschwunden. Weggeschmolzen. Solange durfte der städtische Winterdienst nicht warten, gleich in der Nacht von Freitag auf Samstag, als der Schnee kam, rückten die Mitarbeiter aus.

Aber noch Tage später, so ein Radfahrer im Gespräch mit der Redaktion, seien an einigen Stellen des Radweges entlang der Schlossstraße Eisrillen gewesen. Auch der Radweg entlang der Hans-Böckler-Straße sei nicht komplett geräumt worden und glatt gewesen. Als weiteres Beispiel fügt der Radfahrer die Bachstraße an. Hier war der Rad- und Gehweg auch am Dienstag noch nicht bearbeitet worden. Spurrillen machten die Fahrt schwierig, auch Fußgänger mussten auf dem glatten Untergrund aufpassen.

Generell sei die Stadt für die Radwege zuständig, sagt Helge Niedworok von der Stadt Dinslaken. Für die Gehwege sind es die Anwohner. Es könne dazu kommen, dass aus Zeitgründen nicht alle Straßen abgefahren werden können. Und Niedworok verweist darauf, dass die Straßen in Dinslaken in drei Kategorien eingestuft sind. Straßen, die für den Durchgangsverkehr wichtig sind, gehören der Kategorie 1 an und werden als erstes geräumt und gestreut. Kleinere Straßen, auf denen Anliegerverkehr stattfindet, zählen zur zweiten Kategorie und werden abgefahren, wenn die Straßen der Kategorie 1 abgearbeitet sind. Reicht dann noch die Zeit aus, die Mitarbeiter müssen Arbeitszeiten einhalten, werden Straßen der Kategorie drei bearbeitet. Sofern es vom Zeitaufwand möglich ist. Ansonsten bleibt dort der Schnee liegen.

Ins Rutschen kam auch der ein oder andere Kunde auf dem Weg zur Neutor-Galerie. Das liege, so Helge Niedworok, an dem auf dem Platz verlegten Belag, der, obwohl geräumt und gestreut wurde, glatt war. Zum Teil ist am Einkaufszentrum die Stadt in der Pflicht, zum anderen die Galerie. Bei einer Besprechung mit Vertretern des Einkaufszentrums und der Stadt werde es um eine Lösung dieses Problems gehen, so Niedworok.

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