Neue Straße ersetzt Bahnübergang

Michael Turek
So soll die neue Straße aussehen.
So soll die neue Straße aussehen.
Foto: Bahn
Landesbetrieb stellt die Planung für die Jägerstraße vor. Ein Wohnhaus muss abgerissen werden. Die Baukosten betragen 3,4 Millionen Euro

Dinslaken.  Der Bau des dritten Gleises auf der Strecke zwischen Oberhausen und Emmerich bringt erhebliche Veränderungen mit sich. Nicht nur das entlang der Betuwe-Strecke Schallschutzwände errichtet werden, auch Bahnübergänge fallen weg. Das plant die Bahn auch für den Übergang an der Jäger-/Sterkrader Straße. Für den Autoverkehr baut der Landesbetrieb Straßenbau NRW als Ersatz für den Bahnübergang eine neue Straße. Sie führt entlang der Bahntrasse von der Emmericher Straße (L4) bis zur Brinkstraße (B8).

Für diesen Neubau ist ein Planfeststellungsverfahren notwendig. Verantwortlich ist für den Straßenneubau die Weseler Niederlassung des Landesbetriebs, die am 20. Januar zu einer Informationsveranstaltung einlädt.

Notwendig wird die neue Straße, weil der Bahnübergang Jägerstraße aufgehoben wird. Fußgänger und Radfahrer haben dort dennoch die Möglichkeit, die Bahntrasse zu passieren. In den Plänen zum Betuwe-Ausbau ist dort eine Unterführung vorgesehen.

Der Bahnübergang wird durch den Bau einer 460 Meter langen Straße ersetzt. Sie beginnt am Bahnübergang und mündet in Höhe der Eisenbahnbrücke auf die Brinkstraße (B8). Für den Bau der Straße ist es notwendig, ein Haus, das neben dem Bahnübergang steht, abzureißen.

Wer von Hiesfeld nach Oberhausen-Holten fahren möchte, nimmt jetzt die Oberhausener Straße, überquert die Kreuzung mit der Brinkstraße, biegt dann rechts auf die Jägerstraße, passiert die Bahngleise und gelangt so auf die Emmericher Straße. Wenn der Bahnübergang dicht ist, biegt der Autofahrer, der aus Richtung Hiesfeld kommt, an der Kreuzung Oberhausener Straße/Brinkstraße rechts ab und gelangt kurz hinter der Eisenbanbrücke auf die neue Straße.

Neue Ampel

Diese neue Verkehrsführung erfordert es, den Querschnitt der Brinkstraße anzupassen. Eine Ampelanlage regelt den Verkehr an der Einmündung mit der neuen Straße. Und die Oberhausener Straße erhält an der Kreuzung mit der Brinkstraße eine zusätzliche Rechtsabbiegerspur. Der Landesbetrieb plant, mit den Bauarbeiten zeitgleich mit den Maßnahmen der Deutschen Bahn zu beginnen. Es könnte aber auch sein, dass mit dem Bau der Straße früher begonnen wird. Projektleiter Heinz-Gerd Biewald rechnet damit, dass das Planfeststellungsverfahren rund eineinhalb Jahre dauern wird. Ende 2017 könnte die Genehmigung vorliegen. Mit den Bauarbeiten könne man dann in 2018 beginnen. Die Kosten sind bislang mit 3,4 Millionen Euro kalkuliert.

Der Umbau hat nach Auskunft des Landesbetriebs auch Auswirkungen auf die Verkehrsbelastung: Die aktuelle Belastung der L4 beträgt im Bereich des Bahnüberganges Jägerstraße bis zu 4000 Kraftfahrzeuge pro Tag. „Für die danach unterbrochene Ortsdurchfahrt wird für das Jahr 2025 eine Verkehrsbelastung von nur noch 220 Kraftfahrzeug pro Tag prognostiziert“, heißt es in Unterlagen des Landesbetriebs Straßenbau.