Mietersuche in München

Foto: www.blossey.eu
Das Düsseldorfer Unternehmen „greenfield development“ will neben dem Aluminiumwerk Trimet ein Logistikzentrum errichten.

Voerde..  In München könnte sich in diesen Tagen entscheiden, wie es mit einem als Industriefläche ausgewiesenen Grundstück neben der Trimet Aluhütte weitergeht. Die „greenfield development GmbH“ mit Sitz in Düsseldorf hat für dieses gut 80 000 Quadratmeter große Grundstück einen Optionsvertrag abgeschlossen. Nun muss nur noch ein Mieter gefunden werden. Dann, so erklärte Janke König für das Düsseldorfer Unternehmen im Wirtschaftsförderungsausschuss, werde der Bauantrag gestellt. Ein Mieter könnte in der bayrischen Landeshauptstadt auf der Fachmesse „transport logistik“ gefunden werden.

Ist das der Fall, soll zunächst die Hälfte der Fläche mit Hallen bebaut werden. Als Mieter kommen Firmen der Logistikbranche in Frage. Ein Vorteil dieses Grundstückes sei die Trimodalität, erläuterte Bürgermeister Dirk Haarman. Das heißt, es ist über die Straße und über eine Eisenbahntrasse zu erreichen sowie über den benachbarten Hafen Emmelsum an den Schiffsverkehr angebunden.

Janke König erklärte, dass „greenfield“ Wert auf Qualität lege. Es habe schon zwei mögliche Mieter gegeben, doch hätten sie sich letztlich für andere Standorte entschieden. Nun werde man das Voerder Grundstück auf der Messe in München anbieten. Auch sie betonte, dass die vorhandene Trimodalität die Chancen erhöht, einen Mieter zu finden. Da die Immobilien zur Alu-Hütte hin errichtet würden, gebe es für die umliegenden Wohnhäuser wenig Lärm. Auf Nachfrage wurde im Ausschuss erklärt, dass der vorhandene Baumbestand erhalten bleibe. Kleinere Ausgleichsmaßnahmen seien erforderlich, erklärte Bürgermeister Haarmann.

Bestimmte Dinge sind nicht möglich

Wie viele Arbeitsplätze entstehen würden, hängt vom Mieter ab. Würden die neuen Hallen als reines Lager genutzt, würden es nicht so viele sein, als wenn dort Waren angeliefert, kommissioniert und weitertransportiert würden. Pauschal lasse sich keine Zahl sagen, so Janke König. Durch den Bebauungsplan seien bestimmte Dinge zugelassen und andere ausgeschlossen. Ausgeschlossen ist zum Bespiel eine Ansiedlung von Firmen, die mit Schüttgut handeln.

In der Broschüre „Wirtschaftsstandort Kreis Wesel“ heißt es, dass sich „greenfield“ für Voerde entschlossen hat, weil die großen Seehäfen Hinterland-Standorte in den Container-Verkehr einbinden. Durch die Verlagerung der Container-Transporte auf den Rhein wird die Umwelt geschont.

Der Düsseldorfer Konzern ist als Projektentwickler und Investor tätig. Er baut und vermietet Industrie- und Logistikparks in einer Größenordnung von 20 000 bis 60 000 Quadratmetern Produktions- und Lagerfläche. Zu den Kunden zählen marktführende Unternehmen aus den Bereichen Logistik und Handel.

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