Konstantin Wecker im NRZ-Interview

Dinslaken..  Ob sich Konstantin Wecker noch an sein Konzert mit Hannes Wader vor fünf Jahren im Fantastival erinnere? Natürlich, sagt der Liedermacher im NRZ-Interview. Das Burgtheater gehöre zu den Auftrittsorten, die einfach anders seien. Und deshalb kommt er auch gerne, dieses Mal mit seiner Band, am 23. Juni zurück. „40 Jahre Wahnsinn“ heißt seine Tour anlässlich vier Jahrzehnte politischer Lieder und poetischer Verse und Melodien. Neben alten Stücken wird das Publikum im Burgtheater aber auch ganz neue Lieder hören. Nur wenige Tage zuvor, am 19. Juni, erscheint Konstantin Weckers neues Album „Ohne warum“.

„ Es hätte auch Mystik und Widerstand heißen können“, so Wecker. In 40 Jahren ist seine politische Stimme nicht leiser geworden. Im Gegenteil: heute sei er noch viel besser informiert als in den 70ern, als er, der neben der Musik Philosophie und Psychologie studierte, sich „Willy“, das Lied über die Ermordung eines Freundes durch Neonazis, in 10 Minuten von der Seele schrieb. Aber Konstantin Wecker heute ist auch ein Mensch der leisen Töne. Einmal am Tag übt er sich bei seiner Ausein­andersetzung mit dem Zenbuddhismus in Stille. Und mit Novalis fordert er „die Poetisierung der Welt“.

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